Deutsche Tageszeitung - Warnstreiks der Metaller im Osten fortgesetzt

Warnstreiks der Metaller im Osten fortgesetzt


Warnstreiks der Metaller im Osten fortgesetzt
Warnstreiks der Metaller im Osten fortgesetzt / Foto: ©

Im Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie haben die Beschäftigten im Tarifgebiet Berlin-Brandenburg-Sachsen am Montag erneut die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft IG Metall rief zu Warnstreiks unter anderem im Porsche-Werk und im BMW-Werk in Leipzig sowie beim Autozulieferer ZF in Brandenburg an der Havel auf. Den Arbeitnehmervertretern geht es vor allem um eine Angleichung der im Osten gezahlten Löhne in der aktuellen Tarifrunde.

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Schon in der vergangenen Woche hatte es Arbeitsniederlegungen gegeben, am Donnerstagabend beschloss der IG-Metall-Vorstand dann eine Fortsetzung der Warnstreiks auch in dieser Woche. Noch immer arbeiteten Beschäftigte in Ostdeutschland "drei Stunden pro Woche ohne Bezahlung mehr als ihre westdeutschen Kolleginnen und Kollegen", beklagte Gewerkschaftschef Jörg Hofmann. Auf die Stunde bezogen bedeute dies ein Lohnminus von 8,5 Prozent. "Diese Lücke gilt es endlich, nach über 30 Jahren politischer Einheit, zu schließen."

Der Tarifbereich Berlin-Brandenburg-Sachsen der Gewerkschaft hatte dazu erklärt, die Arbeitgeber hätten über das Wochenende Zeit, "sich zu entscheiden, in welche Richtung es weitergehen soll". Die jüngsten Verhandlungen mit den Arbeitgeberverbänden hätten gezeigt, dass diese "scheinbar nur außerhalb der Tarifrunde gesprächsbereit sind".

In dem Tarifstreit war Ende März eine Einigung in Nordrhein-Westfalen gelungen. Diesen Pilotabschluss übernahmen daraufhin mit Ausnahme von Berlin-Brandenburg-Sachsen alle anderen Tarifgebiete - teils mit regionalen Abweichungen.

Die Arbeitgeber halten die Arbeitsniederlegungen in Berlin-Brandenburg-Sachsen allerdings für "unangemessen" und die Forderungen der Gewerkschaft nach einer Angleichung der Löhne für "unerfüllbar". Der Verband der Metall- und Elektroindustrie Berlin-Brandenburg betonte, zur Übernahme des Pilotabschlusses bereit zu sein und rief die IG Metall auf, das ebenfalls zu tun - ohne die Angleichung.

(W.Uljanov--DTZ)

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