Deutsche Tageszeitung - Greenpeace fordert mehr Transparenz an Supermarkt-Fleischtheken

Greenpeace fordert mehr Transparenz an Supermarkt-Fleischtheken


Greenpeace fordert mehr Transparenz an Supermarkt-Fleischtheken
Greenpeace fordert mehr Transparenz an Supermarkt-Fleischtheken / Foto: ©

Beim Fleischkauf werden Verbraucherinnen und Verbraucher nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace in vielen Supermärkten nicht ausreichend über die Haltungsform der Tiere informiert. Eine stichprobenartige Recherche in 99 Filialen der großen Supermarktketten im Februar und März habe ergeben, dass in den Bedientheken nur 22 Filialen Frischfleisch-Produkte mit der Haltungsform kennzeichneten, teilte Greenpeace am Dienstag mit. Die schlechteste Haltungsform 1 (Stallhaltung) sei sogar in keiner Theke schriftlich angegeben worden.

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"Die meisten Supermärkte bieten immer noch Fleisch aus der tierschutzwidrigen und umweltschädlichen Haltungsform 1 und 2 an", kritisierte Greenpeace-Landwirtschaftsexpertin Christiane Huxdorff. Solange der Handel diese Produkte nicht aus dem Sortiment nehme, müssten Kundinnen und Kunden ebenso wie im Selbstbedienungsbereich "auch an den eher prestigeträchtigen Bedientheken erkennen können, aus welcher Tierhaltung Schnitzel oder Braten stammen", forderte sie.

Nach Angaben der Umweltschutzorganisation gibt es bei den Verbrauchern an Transparenz beim Fleischkauf großes Interesse: Drei Viertel der Supermarkt-Kundschaft (77 Prozent) erwarte einer repräsentativen Umfrage zufolge an Bedientheken eher ein Fleischangebot aus artgerechter Tierhaltung als im Selbstbedienungsregal. Informationen zur Art der Haltung und eine gute Beratung hätten dabei 88 Prozent der befragten Kundinnen und Kunden als wichtig bezeichnet. Für die Erhebung befragte das Marktforschungsunternehmen Kantar für Greenpeace Anfang April 1012 Menschen.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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