Deutsche Tageszeitung - Stromkabel Nordlink zwischen Norwegen und Deutschland offiziell eingeweiht

Stromkabel Nordlink zwischen Norwegen und Deutschland offiziell eingeweiht


Stromkabel Nordlink zwischen Norwegen und Deutschland offiziell eingeweiht
Stromkabel Nordlink zwischen Norwegen und Deutschland offiziell eingeweiht / Foto: ©

Unter Beteiligung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Norwegens Regierungschefin Erna Solberg ist am Donnerstag offiziell die 632 Kilometer lange Stromleitung Nordlink zwischen Deutschland und Norwegen eingeweiht worden. Den Rahmen dafür bildete eine Online-Veranstaltung. Das Projekt Nordlink sei "ein wichtiger Schritt in der deutschen Energiewende und bei der Integration der europäischen Stromnetze", sagte der Erneuerbare-Energien-Experte Thorsten Lenck von der Denkfabrik Agora Energiewende der Nachrichtenagentur AFP.

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Mit dem sogenannten grünen Kabel werden deutsche Windenergie und norwegische Wasserkraft zwischen den beiden Ländern ausgetauscht. Auf diese Weise können Schwankungen bei der Produktion erneuerbarer Energien in den Stromnetzen ausgeglichen werden. Da im Stromnetz eine konstante Spannung von 50 Hertz herrschen muss, stellen Schwankungen bei erneuerbaren Energien für Netzbetreiber eine große Herausforderung dar.

Auf einer Länge von 516 Kilometern verläuft das Kabel durch die Nordsee und trifft in Deutschland im schleswig-holsteinischen Büsum an Land. Mit einer Kapazität von 1400 Megawatt können über das Kabel mehr als 3,6 Millionen Haushalte mit Strom versorgt werden.

Die Bauarbeiten für das gemeinsame Projekt der Unternehmen Tennet, Statnett und der Förderbank KfW hatten im Jahr 2016 begonnen. Nach einer Bauzeit von rund fünf Jahren begann der Probebetrieb des Kabels im Dezember 2020, seit April ist Nordlink in Betrieb.

"Mit Nordlink haben wir ein großes internationales Vorzeigeprojekt der europäischen Energiewende erfolgreich in Betrieb genommen und zuverlässig in den Strommarkt integriert", erklärte Tennet-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens. Es handle sich um ein "Leuchtturmprojekt" und einen "enorm wichtigen Baustein der europäischen Energiewende", hieß es in einer Erklärung des Unternehmens.

(N.Loginovsky--DTZ)

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