Deutsche Tageszeitung - EU-Kommission nimmt Tiktoks Praktiken bei Werbung für Kinder unter die Lupe

EU-Kommission nimmt Tiktoks Praktiken bei Werbung für Kinder unter die Lupe


EU-Kommission nimmt Tiktoks Praktiken bei Werbung für Kinder unter die Lupe
EU-Kommission nimmt Tiktoks Praktiken bei Werbung für Kinder unter die Lupe / Foto: ©

Die EU-Kommission hat eine Überprüfung der Geschäftspraktiken der Videoplattform Tiktok bei Werbung für Kinder angekündigt. Nach einer Warnung des Europäischen Verbraucherverbands (BEUC) über Verstöße des Unternehmens gegen die EU-Verbraucherrechte sei am Freitag gemeinsam mit den nationalen Verbraucherschutzbehörden ein formeller Dialog mit Tiktok gestartet worden, erklärte die Kommission in Brüssel. Das Unternehmen hat nun einen Monat Zeit, um zu antworten und mit der Kommission und den Verbraucherschutzbehörden zusammenzuarbeiten.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Kommission gehören zu den "besonders besorgniserregenden Praktiken" der insbesondere bei Jugendlichen beliebten Kurzvideoplattform "verstecktes Marketing, aggressive Werbetechniken, die auf Kinder abzielen, und bestimmte Vertragsklauseln in Tiktoks Richtlinien, die als irreführend und verwirrend angesehen werden könnten".

EU-Justizkommissar Didier Reynders wies darauf hin, dass die beschleunigte Digitalisierung infolge der Corona-Pandemie auch neue Risiken mit sich gebracht habe, "insbesondere für schutzbedürftige Verbraucher". Zugleich betonte er, dass es in der Europäischen Union verboten sei, "Kinder und Minderjährige mit Schleichwerbung wie Bannern in Videos anzusprechen". Der eingeleitete Dialog solle Tiktok "dabei unterstützen, die EU-Vorschriften zum Schutz der Verbraucher einzuhalten".

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Zwölf Tote bei Busunfall in Ungarn - Fünf Menschen in Lebensgefahr

Bei dem schwersten Busunfall in Ungarn seit mehr als 20 Jahren sind in der Nacht zum Sonntag zwölf Menschen ums Leben gekommen. Mindestens zehn weitere Menschen seien schwer verletzt worden, teilte Ungarns Regierungschef Peter Magyar im Onlinedienst Facebook mit. Fünf der Verletzten schwebten nach Angaben der Einsatzkräfte in Lebensgefahr. Der polnische Bus mit Pilgern an Bord war auf der Autobahn in einen Graben gefahren und umgekippt.

Zwölf Menschen bei Busunglück in Ungarn gestorben

In Ungarn sind offiziellen Angaben zufolge in der Nacht zwölf Menschen bei einem Busunglück ums Leben gekommen. Mindestens zehn weitere Menschen seien schwer verletzt worden, teilte Regierungschef Peter Magyar am Sonntag im Onlinedienst Facebook mit, einer von ihnen schwebte nach Angaben der Einsatzkräfte in Lebensgefahr. Der Bus mit polnischem Kennzeichen war auf der Autobahn in einen Graben gefahren und umgekippt.

Flughafen auf Sizilien nach Ausbruch des Ätna wieder geöffnet

Nach einwöchiger Schließung wegen eines Ausbruchs des Vulkans Ätna ist der Flughafen von Catania auf Sizilien wieder geöffnet. Nachdem die vulkanische Aktivität zurückgegangen war, wurde der Flugbetrieb am frühen Samstagnachmittag wieder aufgenommen, wie die Flughafenbetreiber mitteilten. Tausende Urlauber hatten seit dem 8. August auf der italienischen Mittelmeerinsel festgesessen, nachdem alle Flüge von und nach Catania eingestellt worden waren.

Trump will Straße von Hormus zu US-Territorium erklären - Teheran widerspricht

US-Präsident Donald Trump hat mit der Äußerung, die Straße von Hormus zum US-Territorium erklären zu wollen, den Widerspruch Teherans ausgelöst. "Nachdem wir den Iran besiegt haben (...), werde ich die Straße von Hormus schon bald zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären", sagte Trump am Freitag mit einem Schmunzeln bei einer politischen Veranstaltung an einer Polizeiakademie im Bundesstaat New York. Teheran wies Trumps Äußerungen zurück und betonte, die Meerenge "wird iranisch bleiben". Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten derweil einen iranischen Angriff auf ein Schiff in der Straße von Hormus.

Textgröße ändern: