Deutsche Tageszeitung - Nachfrage nach Arbeitskräften im Mai weiter gestiegen

Nachfrage nach Arbeitskräften im Mai weiter gestiegen


Nachfrage nach Arbeitskräften im Mai weiter gestiegen
Nachfrage nach Arbeitskräften im Mai weiter gestiegen / Foto: ©

Unternehmen in Deutschland haben auch im Mai wieder verstärkt Ausschau nach neuen Arbeitskräften gehalten: Im Vergleich zum Vormonat sei in "nahezu allen Branchen" ein Stellenplus zu vermelden, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Montag mitteilte. Der Stellenindex der BA stieg im Mai im Vergleich zu April um vier Punkte auf insgesamt 108 Punkte.

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Der Index setzte seinen positiven Trend aus den Vormonaten somit fort. Im Vergleich zum Vorjahresmonat, als die Auswirkungen der Pandemie-Maßnahmen deutlich spürbar wurden, lag der Index 17 Punkte im Plus.

Der Stellendindex der BA beruht auf den bei der BA gemeldeten Stellenangeboten und wird monatlich veröffentlicht. Der saison- und kalenderbereinigte Indikator bildet die Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt unabhängig von jahreszeitlichen Einflüssen ab und spiegelt die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen wider.

Im Vergleich zum Vorkrisenniveau bestand laut BA im Mai allerdings noch ein Rückstand von sechs Punkten. Der erhöhte Bedarf an Arbeitskräften sei insbesondere auf die positive Entwicklung des Verarbeitenden Gewerbes, der Unternehmensdienstleistungen, der IT-Branche und des Baugewerbes zurückzuführen. Auch in der Versorgungswirtschaft und im Gesundheitswesen sei der Stellenbestand "merklich höher" als im Mai 2020. Das besonders stark von den Corona-Maßnahmen betroffene Gastgewerbe verzeichnete laut BA im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat ebenfalls ein leichtes Plus.

Insgesamt waren im Mai laut BA elf Prozent der offenen Stellen dem Gesundheits- und Sozialwesen zuzuordnen. Jeweils zehn Prozent der offenen Stellen gab es im Handel und im Verarbeitenden Gewerbe. Von Unternehmensdienstleistern und der Baubranche stammten jeweils rund acht Prozent der offenen Stellen. 28 Prozent der offenen Stellen gingen auf Zeitarbeitsunternehmen zurück.

(O.Tatarinov--DTZ)

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