Deutsche Tageszeitung - GDL erklärt Tarifrunde für gescheitert und beschließt Arbeitskampfmaßnahmen

GDL erklärt Tarifrunde für gescheitert und beschließt Arbeitskampfmaßnahmen


GDL erklärt Tarifrunde für gescheitert und beschließt Arbeitskampfmaßnahmen
GDL erklärt Tarifrunde für gescheitert und beschließt Arbeitskampfmaßnahmen / Foto: ©

Nach der Deutschen Bahn hat auch die Lokführergewerkschaft GDL die jüngsten Tarifverhandlungen offiziell für gescheitert erklärt. Die Bundestarifkommission und der Hauptvorstand der Gewerkschaft hätten zudem "die Einleitung von Arbeitskampfmaßnahmen beschlossen", erklärte die GDL am Dienstag. Sie äußerte sich zunächst aber nicht zur Art und Dauer solcher Maßnahmen. Schon im Vorfeld hatte die Gewerkschaft im Fall eines Scheiterns mit Streiks gedroht.

Textgröße ändern:

"Wir wollten verhandeln und eine Einigung erzielen, doch die DB hat sich erneut verweigert", erklärte GDL-Chef Claus Weselsky. Die Bahn habe kein Angebot vorgelegt und sei auch nicht bereit, über die "erheblich reduzierten Forderungen" der GDL zu verhandeln. Stattdessen setze der Konzern auf Verzögerung und wolle den Beschäftigten "Reallohnverluste zumuten". Daher trage die Bahn die Verantwortung für den "heraufbeschworenen Tarifkonflikt".

Dem MDR sagte Weselsky, in den kommenden Tagen werde dann entschieden, "welche Arbeitskampfmaßnahme zu welchem Zeitpunkt zum Tragen kommt". Die vierte Tarifrunde hatte am Montag stattgefunden. Noch am selben Tag erklärte die Bahn die Gespräche für gescheitert.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Vergewaltigungsverdacht: Ermittlungen gegen früheren Pariser Priester

In Frankreich ist ein neuer Fall von mutmaßlichem Kindesmissbrauch durch einen katholischen Priester bekannt geworden: Die Justiz nahm Ermittlungen gegen einen 81-Jährigen Geistlichen wegen des Verdachts auf Vergewaltigung eines Minderjähriger zwischen 1997 und 2015 auf, wie die Staatsanwaltschaft am Montagabend in Paris bestätigte.

Konjunkturerwartungen von Finanzexperten ziehen weiter an

Die Konjunkturerwartungen von Finanzexpertinnen und -experten sind im August weiter angestiegen. Wie das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte, legte der ZEW-Index deutlich um 7,9 Punkte auf nun 34,2 Zähler zu. "Der positive Trend in den Erwartungen bekräftigt sich im August", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. "Dies dürfte mit den guten Quartalszahlen und dem jüngsten Exporthoch zusammenhängen."

Trump und Weißes Haus attackieren US-Journalistin wegen Frage zu Präsidenten-Mitarbeiterin

US-Präsident Donald Trump und das Weiße Haus haben eine Reporterin des Senders CNN wegen einer Frage zu einer engen Mitarbeiterin Trumps scharf attackiert und beleidigt. "Eines Tages werden Ihre Kinder auf Ihre widerwärtige und unmenschliche Frage stoßen", schrieb das Weiße Haus am Montag im Onlinedienst X an die Journalistin Kristen Holmes gerichtet.

Untersuchung: 2025 zehn Prozent mehr Unternehmensschließungen als im Vorjahr

Im vergangenen Jahr haben in Deutschland rund 188.000 Unternehmen ihren Betrieb eingestellt. Das waren zehn Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie seit fast 20 Jahren nicht mehr, wie die Auskunftei Creditreform am Dienstag unter Verweis auf eine gemeinsame Untersuchung mit dem Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim mitteilte. Inzwischen müssen demnach auch Unternehmen mit guter oder zumindest mittlerer Bonität schließen.

Textgröße ändern: