Deutsche Tageszeitung - BDI plädiert für Steuersenkungen für Unternehmen

BDI plädiert für Steuersenkungen für Unternehmen


BDI plädiert für Steuersenkungen für Unternehmen
BDI plädiert für Steuersenkungen für Unternehmen / Foto: ©

Vor dem Hintergrund des aufkommenden Bundestagswahlkampfs hat der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) eine Entlastung der Wirtschaft gefordert. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des BDI kommt zu dem Ergebnis, dass sich eine Senkung der Unternehmensteuern für den Wirtschaftsstandort auszahlen würde, wie das "Handelsblatt" am Donnerstag berichtete.

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"Die Zahlen beweisen es: Steuersenkungen für die Unternehmen sind im Höchststeuerland Deutschland nicht nur fiskalisch verkraftbar, sondern haben nachweislich positive Effekte auf das Wirtschaftswachstum", sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm der Zeitung. Die Senkung der Unternehmensteuern führe zu "einem Wachstumsschub und würde sich zu einem Teil durch zusätzlich generierte Steuereinnahmen von selbst finanzieren".

Das IW untersuchte dem Bericht zufolge die Wirkungen der vom BDI vorgeschlagenen Senkung der Körperschaftsteuer von derzeit 15 auf zehn Prozent sowie die vollständige Abschaffung des Soli. Innerhalb von zehn Jahren überträfen die zusätzlichen Nachfrageimpulse nach Investitions- und Konsumgütern die Mindereinnahmen des Staates demnach um 33 Milliarden Euro.

Das höhere Wachstum würde auch zu zusätzlichen Staatseinnahmen führen, so dass sich die Reform zu rund einem Drittel selbst finanzieren würde. Die Zahl der Beschäftigten würde in den ersten fünf Jahren um 23.200 steigen. Das Bruttoinlandsprodukt würde über die ersten fünf Jahre insgesamt um knapp 28 Milliarden Euro gesteigert, innerhalb von zehn Jahren um gut 57 Milliarden Euro.

"Steuersenkungen sind kein Geschenk für Unternehmen, sondern eine entscheidende Voraussetzung für zusätzliche wirtschaftliche Aktivität und Investitionen am Standort Deutschland", sagte Russwurm dem "Handelsblatt". So erhöhten sich die Chancen, dass Deutschland aus den Corona-Schulden herauswachse. Eine zusätzliche Belastung könne hingegen "den erhofften wirtschaftlichen Aufschwung abwürgen".

(N.Loginovsky--DTZ)

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