Deutsche Tageszeitung - Stimmung der Verbraucher in Deutschland "spürbar" besser

Stimmung der Verbraucher in Deutschland "spürbar" besser


Stimmung der Verbraucher in Deutschland "spürbar" besser
Stimmung der Verbraucher in Deutschland "spürbar" besser / Foto: ©

Die sinkenden Ansteckungen und die Fortschritte beim Impfen gegen das Coronavirus sorgen für Optimismus in Deutschland: Die Verbraucherstimmung hellte sich im Juni "spürbar" auf, wie das Marktforschungsunternehmen GfK am Freitag mitteilte. Das Konsumklima kletterte auf den höchsten Wert seit August 2020.

Textgröße ändern:

"Wir lassen den Lockdown mehr und mehr hinter uns", erklärte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. "Zudem ist nun auch Urlaub wieder möglich." Dies sorge für steigenden Optimismus, der sich auch in der besseren Konsumstimmung ausdrücke. Für Juli sagt die GfK einen Wert von minus 0,3 Punkten voraus, das sind 6,6 Punkte mehr als im Juni.

Die Verbraucher sind laut GfK-Umfrage sehr zuversichtlich, wenn es um die Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage geht: Die Konjunkturerwartung legte nach einem sprunghaften Anstieg im Vormonat noch einmal deutlich zu. Der Indikator erreichte mit 58,4 Punkten den höchsten Wert seit mehr als zehn Jahren.

Auch die Einkommenserwartung legte laut Gfk im Juni deutlich zu. Der entsprechende Indikator stieg auf 34,1 Punkte - ein besseres Niveau verzeichnete die Einkommensstimmung zuletzt im Februar 2020, also noch vor der Corona-Krise, wie die Marktforscher mitteilten. Ein Grund: Zahlreiche Beschäftigte würden die Kurzarbeit verlassen und verbesserten damit ihre Einkommensposition.

Entsprechend wuchs die Anschaffungsneigung der Verbraucher auf aktuell 13,4 Punkte. Die Verbraucher seien bei größeren Anschaffungen aber "noch etwas vorsichtig", erklärte Bürkl. Eine Reihe von Branchen sei noch stark eingeschränkt, etwa der Veranstaltungsbereich. Zudem bestehe weiter Maskenpflicht beim Einkaufen. "Das dürfte die Freude am Einkaufserlebnis auch künftig in Grenzen halten."

Für ihre repräsentativen Studien zum Konsumklima führt die GfK monatlich Interviews mit Verbrauchern zu ihrer Konjunkturerwartung, ihrer Einkommenserwartung und ihrer Anschaffungsneigung. Für die aktuelle Erhebung wurden von Anfang bis Mitte Juni rund 2000 Menschen befragt. Der Konsum gilt als eine wichtige Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Lufthansa gewinnt Bieterduell um Airline TAP aus Portugal

Im Bieterwettstreit um Anteile an der portugiesischen Fluglinie TAP hat sich die Lufthansa gegen die niederländisch-französische Air France-KLM durchgesetzt. Nach Angaben der Regierung in Lissabon bot der deutsche Luftfahrtkonzern 1,025 Milliarden Euro für eine 44,9-prozentige Beteiligung an der Airline, die in der Corona-Krise vom portugiesischen Staat gerettet worden war. Für die Lufthansa ist die Beteiligung auch von strategischer Bedeutung.

Portugiesischer Regierungschef: Lufthansa gewinnt Bieterrennen um TAP Air

Der deutsche Lufthansa-Konzern hat nach Angaben des portugiesischen Regierungschefs Luis Montenegro das Bieterrennen um die Teilprivatisierung der Airline TAP gewonnen. Die Lufthansa habe ein Angebot von 1,2 Milliarden Euro für die Übernahme von 44,9 Prozent des Kapitals der portugiesischen Fluglinie gemacht, sagte Montenegro am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung. Damit setzte sich die Lufthansa gegen die niederländisch-französische Air France-KLM durch, die ebenfalls Interesse an einer Übernahme hatte.

Nordrhein-Westfalen: Castortransport erreicht Ahaus nach Protestaktion an Brücke

Nach einer Verzögerung durch eine Protestaktion hat ein 23. Castortransport mit Atommüll durch Nordrhein-Westfalen von Jülich bei Aachen am Mittwochmorgen das Zwischenlager in Ahaus im Münsterland erreicht. Aktivisten störten den Transport zwischenzeitig an einer Brücke über der Autobahn 31, wie die Polizei in Münster mitteilte. Nach einer Verzögerung konnte der Transport weiterfahren. Die Sicherheit des Transports sei durchgängig gewährleistet gewesen.

US-Zentralbank-Vorständin Cook hat keine Zeit für von Trump einberufene Anhörung

US-Präsident Donald Trump will Zentralbank-Vorständin Lisa Cook entlassen - für eine Befragung durch ein von Trump einberufenes Komitee hat sie aber keine Zeit. Cook nehme am 5. November an finanz- und geldpolitischen Treffen in Europa teil, schrieb ihr Anwalt Abbe Lowell am Dienstag an das Weiße Haus. "Folglich kann sie an diesem Datum nicht an einer Anhörung teilnehmen." Möglich sei die Befragung erst nach Beratungen der US-Notenbank Fed zur Geldpolitik am 8. und 9. Dezember.

Textgröße ändern: