Deutsche Tageszeitung - Linken-Fraktionschef fordert wegen Negativzinsen hohe Freigrenzen für Sparer

Linken-Fraktionschef fordert wegen Negativzinsen hohe Freigrenzen für Sparer


Linken-Fraktionschef fordert wegen Negativzinsen hohe Freigrenzen für Sparer
Linken-Fraktionschef fordert wegen Negativzinsen hohe Freigrenzen für Sparer / Foto: ©

Angesichts der steigenden Zahl von Banken, die auch von Privatpersonen Negativzinsen für Sparguthaben verlangen, fordert Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch ein Eingreifen der Bundesregierung. "Dass Banken ihren Kunden immer ungenierter ins Portemonnaie greifen, ist ein inakzeptabler Zustand. Viele Menschen sparen mühsam für das Alter, ein Eigenheim oder die Kinder und die Banken senken Freigrenzen für Negativzinsen immer weiter ab", sagte Bartsch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Diese dreiste Abzocke gegenüber den Kunden muss enden."

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Nötig seien hohe Freibeträge für Neu- und Bestandskunden und klare Vorgaben für die Banken, forderte Bartsch, der auch Spitzenkandidat der Linken bei der Bundestagswahl ist. "Sparguthaben der Kunden dürfen nicht länger die Gewinne der Banken aufpeppen."

Laut Vergleichsportal Verivox verlangen aktuell 349 Banken Negativzinsen von Privatkundinnen und -kunden, fast doppelt so viele wie noch Ende 2020. In dieser Woche hatte die drittgrößte deutsche Bank ING angekündigt, ab einem Freibetrag von 50.000 Euro einen Negativzins zu verlangen.

Am Mittwoch hatte bereits die Linken-Vorsitzende Janine Wissler "ein klares Stopp-Zeichen für Negativzinsen" gefordert. Wenn Banken die Strafzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) an Kleinsparer weitergäben, unterlaufe dies "die Intention der Notenbank und bürdet die Krisenkosten den Kleinsparern auf". Wissler forderte deshalb ein Verbot durch den Gesetzgeber.

(M.Dorokhin--DTZ)

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