Deutsche Tageszeitung - Geschäftsklima in der Digitalbranche "besser denn je"

Geschäftsklima in der Digitalbranche "besser denn je"


Geschäftsklima in der Digitalbranche "besser denn je"
Geschäftsklima in der Digitalbranche "besser denn je" / Foto: ©

Die digitale Wirtschaft wächst nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom in diesem Jahr stark. Für 2021 werde für die Unternehmen der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik ein Umsatzplus von vier Prozent auf 178,2 Milliarden Euro erwartet, teilte der Digitalverband am Donnerstag mit. Das Geschäftsklima in der Branche ist demnach "besser denn je".

Textgröße ändern:

Erhebungen von Bitkom und des Münchener Ifo-Instituts, die auf den monatlichen Ifo-Konjunkturumfragen basieren, zeigen laut dem Verband, dass die Unternehmen der Branche ihre Geschäftslage insgesamt als sehr gut beurteilen. "Das Wachstum im Kern der digitalen Wirtschaft ist so stark wie seit 20 Jahren nicht mehr und die Umsätze liegen deutlich über dem Vorkrisenniveau", erklärte Bitkom-Präsident Achim Berg.

Besonders erfreulich sei die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. "In diesem Jahr wird die Bitkom-Branche in Deutschland voraussichtlich wieder über 40.000 zusätzliche Jobs schaffen und damit 1,27 Millionen Menschen in Deutschland beschäftigen", erklärte Berg.

Auch im kommenden Jahr stehen die Zeichen demnach auf Wachstum: 2022 lege der Markt laut Prognose um voraussichtlich 3,4 Prozent auf 184,3 Milliarden Euro zu. Die Zahl der Arbeitsplätze in der Branche könnte Bitkom zufolge dann erstmals auf mehr als 1,3 Millionen ansteigen.

Neben den Rekordwerten gebe es aber auch Unsicherheiten, gab Berg zu bedenken. "Das Auftreten neuer Corona-Varianten, eine mögliche vierte Welle, der ungewisse Ausgang der Bundestagswahl im Herbst und auch der anhaltende Mangel an Halbleitern machen die aktuelle Lage fragil", mahnte er.

Im Bereich der Informationstechnik gab es nach Angaben des Digitalverbands zuletzt Auftrieb auch durch den Trend zu mobiler Arbeit und Homeoffice. Die IT-Umsätze - unter anderem mit Hardware - stiegen nach Bitkom-Berechnungen im Juni 2021 auf 101,8 Milliarden Euro.

Für den Telekommunikationsbereich wird ein leichtes Wachstum erwartet, einen Anstieg gibt es hier vor allem bei Investitionen in die Infrastruktur.

In der Unterhaltungselektronik gibt es laut Bitkom ein "Auf und Ab". Erwartet wird ein Minus von vier Prozent bei einem Umsatzvolumen von neun Milliarden Euro. "Der Markt für Unterhaltungselektronik steht derzeit unter Druck", erklärte Berg. "Während des Lockdowns haben die Menschen ihre Häuser und Wohnungen technisch aufgerüstet, jetzt fließt das Geld wieder in Dinge wie Reisen und Restaurants."

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

US-Journalistenvisa: Deutsche Medien bitten Merz erneut um diplomatische Hilfe

Mehrere große deutsche Medienunternehmen und Verbände haben Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundesaußenminister Johann Wadephul (beide CDU) erneut aufgefordert, bei der US-Regierung gegen die geplanten Visa-Regeln für ausländische Korrespondenten zu intervenieren. Die Bundesregierung solle alle "politischen und diplomatischen Mittel" ergreifen, um "die weitere ungehinderte, freie Berichterstattung aus den USA zu gewährleisten", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Medien vom Montag.

Porsche verkauft IT-Beratungstochter MHP an indischen Tata-Konzern

Der Sportwagenhersteller Porsche verkauft seine auf IT-Beratung spezialisierte Tochterfirma MHP an den indischen Tata-Konzern. Die Veräußerung sei Teil der Strategie von Porsche, sich stärker auf sein Kerngeschäft zu fokussieren, erklärte das Stuttgarter Unternehmen am Montag. Demnach will der Autobauer im Rahmen einer Vereinbarung weiterhin mit MHP und Tata im Bereich digitale Lösungen und Künstliche Intelligenz zuammenarbeiten.

Veganes Angebot in Hochschulmensen binnen zehn Jahren vervierfacht

Das vegane Angebot in deutschen Hochschulmensen hat sich binnen zehn Jahren fast vervierfacht. Der steigende Anteil rein pflanzlicher Kost ging dabei stärker mit einem Rückgang vegetarischer als fleischhaltiger Speisen einher, wie eine am Montag veröffentliche Analyse der Universität Konstanz und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin zeigt.

Tesla ruft in China Millionen Fahrzeuge wegen versenkbarer Autotürgriffe zurück

Der US-E-Autobauer Tesla ruft in China fast drei Millionen Fahrzeuge wegen Sicherheitsvorschriften für die Türgriffe zurück. Auch acht chinesische Autohersteller starteten über das Wochenende oder am Montag entsprechende Rückrufaktionen. Hintergrund ist, dass die ursprünglich von Tesla entworfenen versenkten Türgriffe bei Unfällen das Öffnen der Türen erschweren können.

Textgröße ändern: