Deutsche Tageszeitung - Bahn sucht das Gespräch mit den konkurrierenden Gewerkschaften GDL und EVG

Bahn sucht das Gespräch mit den konkurrierenden Gewerkschaften GDL und EVG


Bahn sucht das Gespräch mit den konkurrierenden Gewerkschaften GDL und EVG
Bahn sucht das Gespräch mit den konkurrierenden Gewerkschaften GDL und EVG / Foto: ©

Die Deutsche Bahn hat den beiden im Konzern miteinander konkurrierenden Gewerkschaften Vorschläge unterbreitet, wie sie nebeneinander bestehen können. Das Unternehmen habe die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) zu Gesprächen über ein "geordnetes Miteinander" eingeladen, erklärte die Bahn am Donnerstag. Die Tarifverhandlungen mit der GDL laufen demnach unabhängig davon weiter.

Textgröße ändern:

"Wir sind bereit, erneut die Hand auszustrecken und gemeinsam eine Regelung zu suchen, die ein geordnetes Nebeneinander der Gewerkschaften bei der Bahn ermöglicht", erklärte Bahn-Personalvorstand Martin Seiler. "Wir brauchen Tariffrieden und ein Zeichen der Vernunft aller drei Tarifparteien." Er hob in diesem Zusammenhang hervor, dass damit auch eine Existenzsicherung der GDL verbunden sei.

Hintergrund hier ist der Streit um das seit Januar geltende Tarifeinheitsgesetz (TEG). Bei konkurrierenden Tarifabschlüssen sind für dieselbe Berufsgruppe in einem Betrieb die Vereinbarungen mit der Mehrheitsgewerkschaft gültig - die GDL und die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) verhandeln teilweise für die gleichen Berufsgruppen.

Laut Bahn ist das Ziel der jetzt den Gewerkschaften vorgelegten Vorschläge, zwischen den beteiligten Tarifparteien "einvernehmliche Lösungen" auszuloten, wie die Tarifeinheit oder -Pluralität in den Betrieben des Konzern vereinbart werden könne. Die Gespräche sollen demnach mit Beteiligung von Moderatoren im August und September stattfinden. Die Gewerkschaften seien gebeten worden, sich bis zum 26. Juli zum Vorschlag zu äußern.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

US-Journalistenvisa: Deutsche Medien bitten Merz erneut um diplomatische Hilfe

Mehrere große deutsche Medienunternehmen und Verbände haben Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundesaußenminister Johann Wadephul (beide CDU) erneut aufgefordert, bei der US-Regierung gegen die geplanten Visa-Regeln für ausländische Korrespondenten zu intervenieren. Die Bundesregierung solle alle "politischen und diplomatischen Mittel" ergreifen, um "die weitere ungehinderte, freie Berichterstattung aus den USA zu gewährleisten", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Medien vom Montag.

Porsche verkauft IT-Beratungstochter MHP an indischen Tata-Konzern

Der Sportwagenhersteller Porsche verkauft seine auf IT-Beratung spezialisierte Tochterfirma MHP an den indischen Tata-Konzern. Die Veräußerung sei Teil der Strategie von Porsche, sich stärker auf sein Kerngeschäft zu fokussieren, erklärte das Stuttgarter Unternehmen am Montag. Demnach will der Autobauer im Rahmen einer Vereinbarung weiterhin mit MHP und Tata im Bereich digitale Lösungen und Künstliche Intelligenz zuammenarbeiten.

Veganes Angebot in Hochschulmensen binnen zehn Jahren vervierfacht

Das vegane Angebot in deutschen Hochschulmensen hat sich binnen zehn Jahren fast vervierfacht. Der steigende Anteil rein pflanzlicher Kost ging dabei stärker mit einem Rückgang vegetarischer als fleischhaltiger Speisen einher, wie eine am Montag veröffentliche Analyse der Universität Konstanz und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin zeigt.

Tesla ruft in China Millionen Fahrzeuge wegen versenkbarer Autotürgriffe zurück

Der US-E-Autobauer Tesla ruft in China fast drei Millionen Fahrzeuge wegen Sicherheitsvorschriften für die Türgriffe zurück. Auch acht chinesische Autohersteller starteten über das Wochenende oder am Montag entsprechende Rückrufaktionen. Hintergrund ist, dass die ursprünglich von Tesla entworfenen versenkten Türgriffe bei Unfällen das Öffnen der Türen erschweren können.

Textgröße ändern: