Deutsche Tageszeitung - Reul: Arbeitgeber müssen Freistellungen für Katastrophenschutz ermöglichen

Reul: Arbeitgeber müssen Freistellungen für Katastrophenschutz ermöglichen


Reul: Arbeitgeber müssen Freistellungen für Katastrophenschutz ermöglichen
Reul: Arbeitgeber müssen Freistellungen für Katastrophenschutz ermöglichen / Foto: ©

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hat an die Arbeitgeber appelliert, mehr Freistellungen für den Katastrophenschutz zu ermöglichen. "Früher haben die Handwerker im Dorf alles stehen und liegen lassen, wenn es galt, einen Brand zu bekämpfen", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" vom Mittwoch. "Heute machen es manche Arbeitgeber ihren Angestellten schwer, sich bei den Einsatzkräften zu engagieren, weil man ihnen nicht erlaubt, kurzfristig das Büro zu verlassen."

Textgröße ändern:

Die Folge sei dann, dass es in plötzlichen Notsituationen an "erfahrenen Kräften" fehle, sagte Reul mit Bezug auf die aktuelle Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands. Nötig sei daher ein "neues Bewusstsein bei den Arbeitgebern, wenn es um Freistellungen für den Katastrophenschutz geht".

Ihm bereite beim Hochwasserschutz nicht das Gerät, sondern das Personal Sorgen, fuhr der NRW-Innenminister fort. "Es gibt zu wenig Nachwuchs." Es müsse viel mehr getan werden, um junge Menschen für den freiwilligen Dienst bei den Hilfsorganisationen zu begeistern.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Studie: Jeder dritte Jugendliche massiv durch Schulstress belastet

Jeder dritte Jugendliche in Deutschland fühlt sich durch Schulstress massiv belastet. Vor allem Mädchen setzt der Druck in der Schule zu, wie aus der aktuellen Sinus-Jugendstudie im Auftrag der Krankenkasse Barmer hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlag. 42 Prozent der Teenagerinnen sind demnach durch Schulstress stark beeinträchtigt, bei den Jungen sind es 25 Prozent. Während insgesamt 33 Prozent aller Befragten angaben, unter dem Druck in der Schule zu leiden, fühlen sich nur 22 Prozent nicht dadurch belastet.

KI-Songs werden aus Musikcharts in Australien verbannt

Von Künstlicher Intelligenz (KI) erzeugte Musik hat künftig keinen Platz mehr in den australischen Charts. Die neuen Richtlinien zielen darauf ab, "den menschlichen Ursprung des künstlerischen Schaffens" zu schützen, wie die Australian Recording Industry Association (Aria) am Dienstag mitteilte. Nach Angaben des Branchenverbands treten die Änderungen am Freitag in Kraft.

Computerspielmesse Gamescom startet in Köln

In Köln startet am Dienstagabend mit der "Opening Night" die Computerspielmesse Gamescom. Der Veranstalter verspricht eine "spektakuläre Show voller Weltpremieren, exklusiver Ankündigungen und Überraschungen". Die offizielle Eröffnung für das Fachpublikum ist für Mittwoch geplant, erwartet werden dann auch Vize-Kanzler Lars Klingbeil (SPD), Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU), NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen.

Uniper und Equinor schließen Vereinbarung über Gaslieferungen aus Norwegen

Der deutsche Energiekonzern Uniper hat eine langfristige Liefervereinbarung für Erdgas mit dem norwegischen Unternehmen Equinor geschlossen. Wie beide Unternehmen am Montag mitteilten, wird Equinor in den Jahren 2027 bis 2041 jährlich mehr als 30 Terawattstunden Erdgas liefern. Die Vereinbarung leiste einen Beitrag zur Versorgungssicherheit in Deutschland und trage zur weiteren Diversifizierung des Uniper-Portfolios bei, erklärte Uniper am Unternehmenssitz in Düsseldorf nach der Vertragsunterzeichnung im norwegischen Stavanger.

Textgröße ändern: