Deutsche Tageszeitung - Altmaier verspricht finanzielle Absicherung für Menschen in Hochwassergebieten

Altmaier verspricht finanzielle Absicherung für Menschen in Hochwassergebieten


Altmaier verspricht finanzielle Absicherung für Menschen in Hochwassergebieten
Altmaier verspricht finanzielle Absicherung für Menschen in Hochwassergebieten / Foto: ©

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will den Menschen in den Hochwassergebieten eine finanzielle Absicherung bieten. "Wir werden heute Klarheit schaffen, dass es am Geld nicht scheitern wird", sagte Altmaier am Mittwoch im Deutschlandfunk. Das Bundeskabinett will am Mittwoch Medienberichten zufolge 200 Millionen Euro zur Verfügung stellen, aus den betroffenen Bundesländern soll noch einmal die gleiche Summe kommen.

Textgröße ändern:

Der geplante Beschluss zu den Hochwasser-Soforthilfen schaffe Klarheit, sagte Altmaier weiter. "Damit wissen die Behörden der Länder, die kommunalen Behörden, die Landkreise, aber auch die Landesbehörden, dass sie diese Soforthilfe auszahlen können". Er hoffe, dass die betroffenen Bundesländer die Hilfeleistungen schnell umsetzen werden.

Im Vergleich zu früheren Soforthilfeprogrammen nach Hochwasserkatastrophen umfasse der aktuell geplante Beschluss eine "wichtige Verbesserung", sagte der Wirtschaftsminister weiter. Die Hilfen beinhalteten ausdrücklich "auch die Überbrückung von Umsatzausfällen und ähnlichen Notlagen". Damit solle verhindert werden, dass viele bereits von der Corona-Pandemie geschwächten Unternehmen nach der Hochwasserkatastrophe Insolvenz anmelden müssten.

Ob die Zahlungen tatsächlich wie zuvor diskutiert vorerst auf 10.000 Euro pro betroffenem Unternehmen begrenzt werden, sei noch unklar, sagte Altmaier. Dies müsse in den Verwaltungsvereinbarungen mit den Ländern geregelt werden, die "hoffentlich in den nächsten vier bis fünf Tagen" abgeschlossen werden könnten.

Die Behörden würden "sorgfältig und mit der nötigen Intensität dafür sorgen", dass die entstandenen Schäden erfasst werden. "Wir legen natürlich großen Wert darauf, dass überall dort, wo beispielsweise eine Versicherungsabdeckung besteht, die Versicherungen auch leisten", sagte Altmaier.

Insgesamt müsse zukünftig der Katastrophenschutz überdacht werden. Es gebe "überhaupt gar keine Garantie", dass extreme Wetterereignisse zukünftig auf bestimmte Orte oder Städte begrenzt blieben, sagte Altmaier. "Und deshalb müssen wir uns überall die Frage stellen: Halten denn unsere Vorrichtungen?" Gefährdungen durch Extremwetterereignisse hätten künftig ein potentiell größeres Ausmaß. "Dem muss Rechnung getragen werden", sagte Altmaier.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Rechtsstreit nach Unfall auf Rennstrecke: BGH gibt Versicherungskundin recht

In einem seit Jahren dauernden Rechtsstreit um Versicherungsschutz nach einem Motorradunfall bei einer Veranstaltung auf einer Rennstrecke hat sich eine Kundin vor dem Bundesgerichtshof (BGH) abschließend durchgesetzt. Der in den allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen des Unternehmens vereinbarte Risikoausschluss für auf das Erreichen von Höchstgeschwindigkeit abzielende Fahrtveranstaltungen greife hier nicht, entschied der BGH am Dienstag in Karlsruhe. (Az. IV ZR 251/25)

Neuer Arbeitsminister erhält Ernennungsurkunde von Steinmeier

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas hat der neue Arbeitsminister Alexander Schweitzer seine Ernennungsurkunde erhalten. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte dem ehemaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten am Dienstagnachmittag in Berlin das Dokument. Am Mittwochnachmittag legt Schweitzer dann im Bundestag seinen Amtseid ab. Davor nimmt er bereits erstmals an einer Sitzung des Bundeskabinetts teil.

Missbrauchsbeauftragte fordert besseren Schutz von Kindern im Netz

Die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, Kerstin Claus, hat einen besseren Schutz Heranwachsender im Internet gefordert. "Die Risiken im digitalen Raum explodieren", sagte Claus bei der Vorstellung ihres ersten Berichts am Dienstag in Berlin. Tagtäglich würden Kinder und Jugendliche im Netz Opfer sexueller Gewalt und Ausbeutung. So habe schon jeder vierte junge Mensch zwischen 14 und 17 Jahren Cyber-Grooming erlebt. Diese gezielte Online-Kontaktaufnahme sei der Auftakt für sexualisierte Übergriffe.

Arbeitgeber fordern mehr Tempo bei Reformen - Merz wirbt für Zuversicht

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat die Bundesregierung zu raschen Reformen aufgefordert. Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum in Deutschland seien "weniger Bürokratie, flexiblere Arbeit, niedrigere Belastungen und ein Staat, der schneller und digitaler wird", sagte Dulger am Dienstag beim Arbeitgebertag in Berlin, wo er Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) einen 20-Punkte-Plan der Arbeitgeber überreichte. Merz bekräftigte seinen Willen zu den "umfangreichsten Reformen seit Jahrzehnten" - und warb zugleich für mehr Zuversicht.

Textgröße ändern: