Deutsche Tageszeitung - Netflix will mit Online-Spielen Wachstum weiter steigern

Netflix will mit Online-Spielen Wachstum weiter steigern


Netflix will mit Online-Spielen Wachstum weiter steigern
Netflix will mit Online-Spielen Wachstum weiter steigern / Foto: ©

Der Streamingdienst Netflix baut künftig verstärkt auf den Online-Spielesektor zum Ausbau seines Wachstums. Zwar konnte der US-Konzern die Zahl seiner zahlenden Kundinnen und Kunden zuletzt erneut ausbauen und auch den Umsatz steigern, jedoch blieb Netflix hinter seinen Gewinnerwartungen zurück. Der Aktienkurs des Unternehmens gab nach Veröffentlichung der Zahlen am Dienstag (Ortszeit) im nachbörslichen Handel um drei Prozent nach.

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Im zweiten Quartal zählte Netflix nach eigenen Angaben 209 Millionen zahlende Kunden und erzielte einen Umsatz in Höhe von 7,3 Milliarden Dollar (rund 6,2 Milliarden Euro). Das waren 19 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn ging im selben Zeitraum jedoch von 1,7 Milliarden Dollar auf 1,35 Milliarden Dollar zurück. Damit verfehlte Netflix auch die Markterwartungen.

Die Corona-Pandemie habe eine "ungewöhnliche Bewegtheit" der Geschäftsentwicklung hervorgebracht, gestand Netflix in der Mitteilung seiner Ergebnisse ein. So war das Unternehmen im Pandemie-Jahr 2020 stark gewachsen, nun flachte sich das Wachstum aber ab. Das Unternehmen werde im Zuge der Erholung des Sektors weiter in eigene Produktionen investieren, sei aber auch "in den Anfängen der Expansion" im Spielesektor.

Kunden sollen demnach dann mit ihrem Abo ohne Mehrkosten auch Spiele erhalten. Der Sektor sei "eine weitere neue Kategorie" für das Unternehmen, erklärte Netflix. Dabei gehe es vor allem darum, das Angebot zu verbessern und zu stärken, nicht um eine neue Gewinnquelle. Angeboten werden sollen Spiele zunächst vor allem für Smartphones und Tablets.

Der Streamingriese musste zuletzt immer stärker mit anderen Anbietern wie Amazon Prime Video, Disney+ oder Hulu konkurrieren und hat nach Einschätzung von Experten vor allem im Heimatmarkt USA eine gewisse Sättigung erreicht. Zugleich betonte die Firmenspitze auch immer wieder, dass andere Online- und mobile Unterhaltungsplattformen zu den Konkurrenten des Unternehmens gehören. Dazu gehörten etwa Youtube und TikTok.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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