Deutsche Tageszeitung - Französische Datenschutzbehörde verhängt 400.000 Euro Bußgeld gegen Monsanto

Französische Datenschutzbehörde verhängt 400.000 Euro Bußgeld gegen Monsanto


Französische Datenschutzbehörde verhängt 400.000 Euro Bußgeld gegen Monsanto
Französische Datenschutzbehörde verhängt 400.000 Euro Bußgeld gegen Monsanto / Foto: ©

Die französische Datenschutzbehörde Cnil hat ein Bußgeld in Höhe von 400.000 Euro gegen die Bayer-Tochter Monsanto verhängt, weil das Unternehmen intern Listen mit Namen von Personen des öffentlichen Lebens, Journalisten und Aktivisten geführt hatte, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Die Betroffenen seien nicht informiert worden, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Sie hatten erst aus den Medien davon erfahren.

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In Frankreich war Anfang Mai 2019 bekannt geworden, dass die Kanzlei Fleishman Hillard im Auftrag Monsantos Ende 2016 und 2017 Listen mit Kritikern aus mehreren europäischen Ländern führte. Medienberichten zufolge wollte Monsanto die Kritiker "erziehen", besonders hartnäckige Gegner sogar "überwachen". Bayer entschuldigte sich und gab eine Untersuchung in Auftrag.

Bayer bekräftigte am Mittwoch das Ergebnis dieser Untersuchung. Die Datenschutzbehörde habe "keinerlei unangemessenen Einfluss auf Gesetzgebungsprozesse, illegale Überwachung von Stakeholdern oder irgendwelche anderen illegalen Lobbyaktivitäten" nachgewiesen. Es sei lediglich kritisiert worden, dass die aufgelisteten Personen nicht benachrichtigt worden seien.

Bayer stehe für "offenen Dialog, Respekt für Privatsphäre und Transparenz", erklärte das Unternehmen weiter. Verstöße gegen den Datenschutz würden nicht geduldet.

Bayer hatte das US-Unternehmen Monsanto 2018 gekauft. Monsanto stellt unter anderem glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel her, die stark umstritten sind.

(N.Loginovsky--DTZ)

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