Deutsche Tageszeitung - Verdi lehnt Impfpflicht am Arbeitsplatz ab und setzt auf bessere Impfkampagne

Verdi lehnt Impfpflicht am Arbeitsplatz ab und setzt auf bessere Impfkampagne


Verdi lehnt Impfpflicht am Arbeitsplatz ab und setzt auf bessere Impfkampagne
Verdi lehnt Impfpflicht am Arbeitsplatz ab und setzt auf bessere Impfkampagne / Foto: ©

Die Gewerkschaft Verdi ist gegen eine Impfpflicht am Arbeitsplatz und setzt stattdessen auf eine verbesserte Impfkampagne. "Wir lehnen eine Impfpflicht ab, auch für bestimmte Berufsgruppen", sagte Grit Genster, Leiterin des Bereichs Gesundheitspolitik bei Verdi, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. "Stattdessen setzen wir sehr darauf, dass gut informiert wird und niederschwellige Angebote gemacht werden."

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In den USA verhängten zuletzt die US-Internetkonzerne Google und Facebook für Mitarbeiter, die nicht im Homeoffice arbeiten wollen, eine Impfpflicht. Die Regelung soll in den kommenden Wochen in den USA eingeführt und später auch auf andere Regionen ausgeweitet werden. Hierzulande forderte etwa der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, eine Corona-Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheits- und Bildungswesen.

Die Impfquote im Gesundheitswesen und etwa auch in Kitas sei bereits überdurchschnittlich hoch, sagte Verdi-Vertreterin Genster dazu. "Eine Impfpflicht wäre ein massiver Eingriff in die Grundrechte, der nicht verhältnismäßig und nicht zu rechtfertigen wäre", fuhr sie fort. "Das kann und darf nicht die Lösung sein."

Als Gewerkschaft empfehle Verdi jedoch generell, sich impfen zu lassen. Das gelte nicht nur aus Gründen des Selbstschutzes, sondern auch etwa "zum Schutz von Patientinnen und Patienten, der Kinder sowie Kolleginnen und Kollegen".

(M.Dorokhin--DTZ)

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