Deutsche Tageszeitung - Luftfahrt-Startup Lilium will Flugshuttle-Service in Brasilien aufbauen

Luftfahrt-Startup Lilium will Flugshuttle-Service in Brasilien aufbauen


Luftfahrt-Startup Lilium will Flugshuttle-Service in Brasilien aufbauen
Luftfahrt-Startup Lilium will Flugshuttle-Service in Brasilien aufbauen / Foto: ©

Das bayerische Luftfahrt-Start-Up Lilium will 220 kleine Elektro-Jets für je sechs Passagiere an das brasilianische Luftverkehrsunternehmen Azul verkaufen und dort einen Flugshuttle-Service aufbauen. Der Verkauf und die strategische Allianz mit Azul umfassen eine Milliarde US-Dollar (841 Millionen Euro), wie Lilium am Montag mitteilte. In Brasilien wollen die beiden Firmen den regionalen Hochgeschwindigkeitsverkehr nach eigenen Angaben "grundlegend verändern".

Textgröße ändern:

Lilium will 2024 den kommerziellen Betrieb mit Serienflugzeugen starten. Azul soll laut Mitteilung vom Montag in Brasilien die künftige Lilium-Jet-Flotte betreiben, während Lilium die Plattform zur technischen Überwachung der Flugzeuge, die erforderlichen Batterien, andere Ersatzteile und Materialien bereitstellen will. Die Partnerschaft sowie der Jet-Verkauf stehen den Angaben zufolge noch unter dem Vorbehalt einer abschließenden Vertragsvereinbarung.

Lilium wurde 2015 gegründet und hat seinen Sitz nahe München. Der Lilium-Jet wird elektrisch angetrieben, damit kann er senkrecht starten und landen. Der Elektro-Flieger hat nach Firmenangaben eine Reichweite von 250 Kilometern und erreicht eine Reisegeschwindigkeit von 280 Kilometer pro Stunde. In Brasilien werden laut Unternehmen jährlich fast 100 Millionen Passagiere im Inland befördert - das Land sei einer der größten Märkte für zivile Hubschrauber und Geschäfsflugzeuge.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Rechtsstreit nach Unfall auf Rennstrecke: BGH gibt Versicherungskundin recht

In einem seit Jahren dauernden Rechtsstreit um Versicherungsschutz nach einem Motorradunfall bei einer Veranstaltung auf einer Rennstrecke hat sich eine Kundin vor dem Bundesgerichtshof (BGH) abschließend durchgesetzt. Der in den allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen des Unternehmens vereinbarte Risikoausschluss für auf das Erreichen von Höchstgeschwindigkeit abzielende Fahrtveranstaltungen greife hier nicht, entschied der BGH am Dienstag in Karlsruhe. (Az. IV ZR 251/25)

Neuer Arbeitsminister erhält Ernennungsurkunde von Steinmeier

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas hat der neue Arbeitsminister Alexander Schweitzer seine Ernennungsurkunde erhalten. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte dem ehemaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten am Dienstagnachmittag in Berlin das Dokument. Am Mittwochnachmittag legt Schweitzer dann im Bundestag seinen Amtseid ab. Davor nimmt er bereits erstmals an einer Sitzung des Bundeskabinetts teil.

Missbrauchsbeauftragte fordert besseren Schutz von Kindern im Netz

Die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, Kerstin Claus, hat einen besseren Schutz Heranwachsender im Internet gefordert. "Die Risiken im digitalen Raum explodieren", sagte Claus bei der Vorstellung ihres ersten Berichts am Dienstag in Berlin. Tagtäglich würden Kinder und Jugendliche im Netz Opfer sexueller Gewalt und Ausbeutung. So habe schon jeder vierte junge Mensch zwischen 14 und 17 Jahren Cyber-Grooming erlebt. Diese gezielte Online-Kontaktaufnahme sei der Auftakt für sexualisierte Übergriffe.

Arbeitgeber fordern mehr Tempo bei Reformen - Merz wirbt für Zuversicht

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat die Bundesregierung zu raschen Reformen aufgefordert. Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum in Deutschland seien "weniger Bürokratie, flexiblere Arbeit, niedrigere Belastungen und ein Staat, der schneller und digitaler wird", sagte Dulger am Dienstag beim Arbeitgebertag in Berlin, wo er Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) einen 20-Punkte-Plan der Arbeitgeber überreichte. Merz bekräftigte seinen Willen zu den "umfangreichsten Reformen seit Jahrzehnten" - und warb zugleich für mehr Zuversicht.

Textgröße ändern: