Deutsche Tageszeitung - Kurzarbeit im Juli auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Corona-Krise

Kurzarbeit im Juli auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Corona-Krise


Kurzarbeit im Juli auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Corona-Krise
Kurzarbeit im Juli auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Corona-Krise / Foto: ©

Die Zahl der Kurzarbeiterinnen und Kurzarbeiter ist weiter deutlich gesunken. Sie schrumpfte laut einer Schätzung des Münchner Ifo-Instituts von 1,39 Millionen Menschen im Juni auf 1,06 Millionen Menschen im Juli. Das ist die niedrigste Zahl seit Beginn der Corona-Krise im Februar 2020, wie das Ifo am Donnerstag erklärte. "Vor allem in den Branchen mit Corona-Lockerungen ging die Kurzarbeit erneut kräftig zurück", erklärte Ifo-Umfrageexperte Stefan Sauer.

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Die Schätzung beruht auf den Unternehmensumfragen des Ifo und auf Daten der Bundesarbeitsagentur. Im Juli waren demnach noch 3,1 Prozent der abhängig Beschäftigten in Kurzarbeit, nach 4,1 Prozent im Juni. Bereits im Juni hatte sich die Lage deutlich gebessert.

Im Gastgewerbe sank die Zahl der Menschen in Kurzarbeit merklich von 295.000 auf 183.000, wie das Ifo mitteilte. Das entspricht noch 17,2 Prozent der Beschäftigten. Im Einzelhandel verringerte sich die Zahl der Kurzarbeitenden von 92.600 auf 41.700 - also nur noch 1,7 Prozent.

In der Autobranche dagegen stieg die Zahl der Kurzarbeitenden von 14.500 auf 32.100 im Juli wieder an. "In der Industrie sehen wir erste Auswirkungen der Engpässe bei Vorprodukten und Rohmaterialien auf den Umfang der Kurzarbeit", erklärte Ifo-Experte Sauer. Die Zahl der Beschäftigten in Kurzarbeit in der Industrie insgesamt stieg demnach von 214.000 auf 249.000 im Juli. Der Anteil betrug damit 3,6 Prozent.

(A.Stefanowych--DTZ)

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