Deutsche Tageszeitung - Lieferdienst Delivery Hero kauft fünf Prozent der Anteile von Konkurrent Deliveroo

Lieferdienst Delivery Hero kauft fünf Prozent der Anteile von Konkurrent Deliveroo


Lieferdienst Delivery Hero kauft fünf Prozent der Anteile von Konkurrent Deliveroo
Lieferdienst Delivery Hero kauft fünf Prozent der Anteile von Konkurrent Deliveroo / Foto: ©

Der deutsche Lieferdienst Delivery Hero hat fünf Prozent der Aktien seines britischen Konkurrenten Deliveroo aufgekauft. Das britische Unternehmen bestätigte das Geschäft am Montag in einer Mitteilung. Delivery Hero erwarb demnach 5,09 Prozent der Anteile, nähere Angaben zur Transaktion wurden nicht gemacht. Anleger begrüßten die Beteiligung von Delivery Hero, an der Londoner Börse stieg die Deliveroo-Aktie zeitweise um knapp 9,4 Prozent.

Textgröße ändern:

Deliveroo wird seinen Finanzbericht für das erste Halbjahr am Mittwoch vorstellen und hatte seine Verkaufsprognosen für das laufende Jahr zuletzt nach oben korrigiert. Noch macht das Unternehmen allerdings keinen Gewinn: Um das eigene Wachstum zu finanzieren, muss der Konzern viel Geld investieren.

Erst im Juli hatte Deliveroo erklärt, sich vom spanischen Markt zurückzuziehen. Im Sommer 2019 hatte sich der Lieferdienst bereits aus Deutschland zurückgezogen. Grund dafür war die starke Konkurrenz, unter anderem durch den neuen Anteilseigner Delivery Hero.

Delivery Hero wird an der Börse mit rund 32 Milliarden Dollar bewertet. Damit ist das deutsche Unternehmen rund vier mal größer als sein britischer Konkurrent Deliveroo mit einer Bewertung von 7,7 Milliarden Euro.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Missbrauchsbeauftragte fordert besseren Schutz von Kindern im Netz

Die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, Kerstin Claus, hat einen besseren Schutz Heranwachsender im Internet gefordert. "Die Risiken im digitalen Raum explodieren", sagte Claus bei der Vorstellung ihres ersten Berichts am Dienstag in Berlin. Tagtäglich würden Kinder und Jugendliche im Netz Opfer sexueller Gewalt und Ausbeutung. So habe schon jeder vierte junge Mensch zwischen 14 und 17 Jahren Cyber-Grooming erlebt. Diese gezielte Online-Kontaktaufnahme sei der Auftakt für sexualisierte Übergriffe.

Arbeitgeber fordern mehr Tempo bei Reformen - Merz wirbt für Zuversicht

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat die Bundesregierung zu raschen Reformen aufgefordert. Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum in Deutschland seien "weniger Bürokratie, flexiblere Arbeit, niedrigere Belastungen und ein Staat, der schneller und digitaler wird", sagte Dulger am Dienstag beim Arbeitgebertag in Berlin, wo er Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) einen 20-Punkte-Plan der Arbeitgeber überreichte. Merz bekräftigte seinen Willen zu den "umfangreichsten Reformen seit Jahrzehnten" - und warb zugleich für mehr Zuversicht.

Beauftragte Ataman: Wechseljahre müssen raus aus der Tabuzone

Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, hat mehr Sensibilität und Beachtung für das Thema Wechseljahre gefordert - und zwar im Gesundheitsbereich, am Arbeitsplatz und in der Forschung. "Das Thema Frauengesundheit wurde lange vernachlässigt. Im Mittelpunkt der medizinischen Forschung stand der Mann", erklärte Ataman am Dienstag. Wie wenig das Wohlbefinden von Frauen medizinisch beachtet werde, sei "gut am Beispiel der Wechseljahre erkennbar".

IWF erwartet mehr Wirtschaftswachstum für Deutschland - Warnung vor Abwärtsrisiken

Der Internationale Währungsfonds (IWF) setzt seine Wirtschaftsprognose für Deutschland und die Weltwirtschaft hoch. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) wächst im laufenden Jahr voraussichtlich um 1,3 Prozent, wie aus dem am Dienstag beim IWF-Jahrestreffen in Bangkok veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick hervorging. Das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als noch im Juli prognostiziert. Auch seine Erwartung für die globale Wirtschaftsleistung hob der IWF leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent an - warnte aber vor Abwärtsrisiken.

Textgröße ändern: