Deutsche Tageszeitung - So wenig Flugreisende an deutschen Flughäfen wie zuletzt 1971 im ersten Halbjahr 2021

So wenig Flugreisende an deutschen Flughäfen wie zuletzt 1971 im ersten Halbjahr 2021


So wenig Flugreisende an deutschen Flughäfen wie zuletzt 1971 im ersten Halbjahr 2021
So wenig Flugreisende an deutschen Flughäfen wie zuletzt 1971 im ersten Halbjahr 2021 / Foto: ©

Die Nachfrage nach Passagierflügen ist auch im ersten Halbjahr 2021 historisch niedrig geblieben. An deutschen Flughäfen sanken die Passagierzahlen im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 im ersten Halbjahr 2021 um 86 Prozent, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Dienstag erklärte. Jedoch zieht die Nachfrage seit dem Sommer demnach wieder deutlich an.

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Europäische Fluglinien hatten dem Verband zufolge im ersten Halbjahr 2021 im Schnitt 78 Prozent weniger Passagiere als im ersten Halbjahr 2019. Bei deutschen Fluggesellschaften waren es 85 Prozent.

"So wenig Passagiere an den deutschen Flughäfen hatten wir zuletzt im Jahr 1971", erklärte BDL-Chef Matthias von Randow. Der wirtschaftliche Druck auf Luftfahrtunternehmen habe sich weiter verschärft. Die Umsätze seien um 63 Prozent eingebrochen, die Zahl der Beschäftigten liege mittlerweile zehn Prozent unter dem Niveau von 2019.

Positiv sei hingegen, dass die Nachfrage seit dem Sommer wieder anziehe. Wichtig seien nun der Abbau von Reisebeschränkungen und eine Anpassung der Indikatoren zur Beurteilung der Pandemie-Lage und der Einstufung von Urlaubsgebieten.

"Reisebeschränkungen müssen nun schrittweise auch im interkontinentalen Reiseverkehr abgebaut werden", forderte Randow. Insbesondere der transatlantische Verkehr sei sowohl für Unternehmen als auch für die internationale Tourismuswirtschaft wichtig. "Wir hoffen, dass die US-Regierung nun wie angekündigt rasch wieder Einreisen von EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern ermöglicht".

Auch in Europa sieht der BDL jedoch Handlungsbedarf: "Es geht jetzt darum, die Reisebeschränkungen stärker am tatsächlichen Gesundheitsrisiko zu orientieren und die Einstufung der Zielgebiete nicht allein auf der Grundlage der Inzidenz vorzunehmen", erklärte Randow weiter. Nötig seien Regelungen, die die tatsächliche Gefährdungslage für Reisende sowie die Belastung des Gesundheitssystems mit berücksichtigten.

(W.Uljanov--DTZ)

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