Deutsche Tageszeitung - Bericht: Chipmangel führt bei Toyota zu erheblichem Produktionsrückgang

Bericht: Chipmangel führt bei Toyota zu erheblichem Produktionsrückgang


Bericht: Chipmangel führt bei Toyota zu erheblichem Produktionsrückgang
Bericht: Chipmangel führt bei Toyota zu erheblichem Produktionsrückgang / Foto: ©

Der weltweite Chipmangel zwingt den japanischen Autobauer Toyota einem Medienbericht zufolge im kommenden Monat zu einer deutlichen Produktionskürzung. Wie die japanische Zeitung "Nikkei" am Donnerstag berichtete, muss der Konzern seine Fahrzeugproduktion im September um 40 Prozent drosseln.

Textgröße ändern:

Ursprünglich wollte Toyota demnach 900.000 Fahrzeuge bauen. Stattdessen würden nun lediglich 500.000 angepeilt, berichtete die Zeitung ohne genauere Angabe von Quellen. Das Unternehmen äußerte sich zu den Zahlen zunächst nicht, drückte in einer Mitteilung aber Bedauern darüber aus, dass es zu Auswirkungen für Kunden und Zulieferer kommen werde. Zeitweilig eingestellt werden demnach 27 von 28 Produktionslinien in den 15 japanischen Werken. Die Aktie des Autobauers gab am Donnerstag deutlich nach und fiel um fast viereinhalb Prozent.

Mikrochips spielen eine entscheidende Rolle für die elektronischen Systeme moderner Fahrzeuge. Derzeit gibt es aber - verstärkt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die internationalen Lieferketten - gravierende Engpässe.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Einnahmen aus Erbschaft- und Schenkungsteuer gestiegen - Kritik an Steuererlassen

Der Staat hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld durch die Erbschaft- und Schenkungsteuer eingenommen, vor allem durch Übertragungen großer Vermögen. Die Einnahmen stiegen im Vorjahresvergleich um 61 Prozent auf rund 21 Milliarden Euro und damit auf einen neuen Höchstwert, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. 34 Großerbinnen und -erben erhielten Steuererlasse von insgesamt 3,7 Milliarden Euro - das kritisierte unter anderem der DGB.

VW-Chef Blume stellt Belegschaft in Emden auf Einschnitt ein - Schließung möglich

Der Vorstandsvorsitzende des Volkswagen-Konzerns, Oliver Blume, hat die Beschäftigen im Werk im ostfriesischen Emden auf harte Einschnitte eingestellt. In dem Werk seien bereits die Kosten gesenkt worden, doch "der Weg ist noch nicht zu Ende", sagte Blume am Mittwoch bei einer Betriebsversammlung an dem Standort. Mittelfristig steht auch eine Werksschließung zur Debatte, wie der Konzernchef andeutete.

Verwirrung um Zuckersteuer: Doch keine Abgabe auf Getränke mit Süßstoff

Verwirrung rund um die geplante Steuer auf zuckerhaltige Getränke: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) stellte am Mittwoch klar, dass eine solche Abgabe nicht für Getränke mit Süßstoff wie Cola Zero gelten soll. Entsprechende Vorschläge aus seinem Ministerium hatten zuvor für Wirbel gesorgt. An einer Ausweitung auf andere Getränke als Erfrischungsgetränke soll aber offenbar festgehalten werden.

Merz sieht Verantwortung für Hitzeschutz bei Ländern: Es mangelt nicht an Geld

Nach der Kabinettsklausur hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Rufen nach mehr Bundesmitteln für den Klima- und Hitzeschutz eine Absage erteilt. Die Bundesregierung stehe zur Einhaltung ihrer Klimaschutzziele, sagte Merz nach dem zweitägigen Kabinettstreffen auf Schloss Neuhardenberg in Brandenburg am Mittwoch. "Es mangelt uns nicht an Programmen und es mangelt nicht an Geld." Der Kanzler kündigte aber die Prüfung möglicher Hilfen für Land- und Forstwirtschaft wegen Dürre und Waldbränden an.

Textgröße ändern: