Deutsche Tageszeitung - Umsätze und Gewinne der Dax-Konzerne im zweiten Quartal auf Rekordniveau

Umsätze und Gewinne der Dax-Konzerne im zweiten Quartal auf Rekordniveau


Umsätze und Gewinne der Dax-Konzerne im zweiten Quartal auf Rekordniveau
Umsätze und Gewinne der Dax-Konzerne im zweiten Quartal auf Rekordniveau / Foto: ©

Die deutschen Dax-Konzerne haben den Umsatz- und Gewinneinbruch im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie gut verkraftet: Sowohl ihre Umsätze als auch Gewinne lagen im zweiten Quartal in der Summe nicht nur deutlich über dem Vorjahreswert, sondern sogar so hoch wie nie zuvor. Das ist das Ergebnis einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY. Hauptumsatztreiber war demnach das Geschäft in Europa.

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Der Gesamtumsatz aller 30 im Dax notierten Unternehmen stieg von April bis Juni gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 29 Prozent auf knapp 370 Milliarden Euro. Den Umsatz des Vergleichsquartals 2019 übertrafen die Unternehmen damit um 14 Prozent, wie EY mitteilte.

Die operativen Gewinne stiegen demnach sogar noch stärker: Nach einem Verlust von einer Milliarde Euro im zweiten Quartal 2020 erwirtschafteten die Dax-Konzerne im laufenden Jahr einen Gesamtgewinn von knapp 44,6 Milliarden Euro – das entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 um 87 Prozent. Die höchsten Gewinne fuhren demnach die Autohersteller ein: Volkswagen, Daimler und BMW erwirtschafteten zusammen einen operativen Gewinn von 16,7 Milliarden Euro.

"Nie zuvor haben die Dax-Konzerne in einem Quartal einen höheren Gewinn erwirtschaftet – das zweite Quartal dieses Jahres war extrem stark", erklärte EY-Chef Henrik Ahlers. Obwohl die Pandemie andauere, habe sich die Konjunktur weltweit überraschend rasch erholt. "Die Nachfrage übersteigt in vielen Bereichen das Angebot deutlich, so dass sich für einige Unternehmen ein außerordentlich günstiges Preisumfeld ergibt, was zumindest einen Teil der hohen Gewinne erklärt."

Die derzeit hohen Gewinne zeugen laut Ahlers zudem davon, dass viele Top-Unternehmen in den vergangenen Monaten Kosten eingespart haben. Viele Unternehmen stünden heute besser da als vor der Pandemie. "Aber der Umbau der deutschen Wirtschaft ist noch längst nicht abgeschlossen. Konzernstrukturen werden neu ausgerichtet, Geschäftsmodelle kommen auf den Prüfstand, die Fixkosten werden konsequent reduziert, um weiterhin weltweit wettbewerbsfähig zu sein." Gleichzeitig gebe es "enorme Anstrengungen in den Bereichen Digitalisierung sowie Forschung und Entwicklung".

26 Unternehmen machten in ihren Quartalsberichten Angaben zur Beschäftigungsentwicklung. 13 von ihnen meldeten einen Anstieg der Mitarbeiterzahl, zum Teil allerdings aufgrund von Zukäufen - die anderen 13 dagegen eine rückläufige Beschäftigung.

(M.Dorokhin--DTZ)

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