Deutsche Tageszeitung - Tarifverhandlungen im Bau erneut gescheitert und vertagt

Tarifverhandlungen im Bau erneut gescheitert und vertagt


Tarifverhandlungen im Bau erneut gescheitert und vertagt
Tarifverhandlungen im Bau erneut gescheitert und vertagt / Foto: ©

Im Tarifkonflikt im Bauhauptgewerbe ist eine weitere Verhandlungsrunde zwischen den Arbeitgebern und der Gewerkschaft IG BAU gescheitert. Die Gespräche sollen nun am 22. September fortgesetzt werden, wie die beiden Tarifparteien am Donnerstagabend mitteilten. Verhandelt wird für rund 890.000 Beschäftigte der Branche.

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Bei den zweitägigen Verhandlungen sei es "nicht gelungen, sich in wichtigen Punkten substantiell zu einigen", erklärte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie. Differenzen gab es demnach vor allem bei der Wegstreckenentschädigung. Die Bauwirtschaft warf der Gewerkschaft dabei vor, das "Augenmaß zu verlieren" und konstruktive Verhandlungen verhindert zu haben. Der Arbeitgeberverband rechnet mit schwierigen Verhandlungen im September.

Die Gewerkschaft wiederum warf den Bauunternehmern vor, eine "große Chance vertan" zu haben. Der Arbeitgeber habe die auf dem Tisch liegenden über Monate ausgearbeiteten Kompromissvorschläge als Position der Gewerkschaft betrachtet und "weitere Kürzungen zu unseren Ungunsten" gewollt, kritisierte die IG BAU. "So funktioniert der Umgang miteinander nicht."

Die IG BAU fordert 5,3 Prozent mehr Lohn, einen Ost-West-Angleich und eine Weiterentwicklung bei der Wegezeitentschädigung. Noch immer würden Beschäftigte für die oftmals langen Anfahrten zu den Baustellen nicht bezahlt und hätten auch keinen Einfluss auf ihre Einsatzorte, erklärten die Arbeitnehmervertreter. Die Gewerkschaft schloss in letzter Konsequenz auch Streiks nicht aus.

(M.Dorokhin--DTZ)

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