Deutsche Tageszeitung - Bahn fordert GDL zum Ende der "Blockadehaltung" auf

Bahn fordert GDL zum Ende der "Blockadehaltung" auf


Bahn fordert GDL zum Ende der "Blockadehaltung" auf
Bahn fordert GDL zum Ende der "Blockadehaltung" auf / Foto: ©

Nach der gerichtlichen Niederlage der Deutschen Bahn (DB) im Tarifstreit mit der GDL hat der Konzern die Gewerkschaft zum Einlenken gedrängt. In Tarifverhandlungen seien Angebote das übliche Instrumentarium, jedoch seien dies "immer Aktionen der DB gewesen, von der Gegenseite kommt nichts", sagte Bahn-Sprecher Achim Stauß am Freitag im ARD-"Morgenmagazin". Diese "Blockadehaltung" müsse die GDL-Spitze "dringend aufgeben".

Textgröße ändern:

Die GDL bestreikt derzeit den Güter- und den Personenverkehr. Die Bahn hatte dagegen einen Eilantrag auf einstweilige Verfügung eingereicht - diesen lehnte das Arbeitsgericht Frankfurt am Main am Donnerstagabend jedoch ab. Am Freitagvormittag wird vor dem Landesarbeitsgericht die Berufung der Bahn verhandelt.

"Egal, wie das heute ausgeht, wir müssen das versuchen", sagte Stauß zu der Verhandlung in nächster Instanz. Der Streik sei "unsäglich" und "völlig überzogen". Die GDL müsse dringend an den Verhandlungstisch zurückkehren.

Der Bahn-Sprecher bezeichnete auch die Rhetorik von GDL-Chef Claus Weselsky als "unangemessen", der dem Konzern immer wieder vorgeworfen hatte, die GDL in ihrer Existenz gefährden zu wollen. Die Bahn sei für eine Koexistenz von GDL und der größeren EVG, sagte Stauß in der ARD. Dafür sei jedoch Kooperation aller Seiten nötig.

Die GDL setzte unterdessen ihren Streik fort. Die Bahn sprach am Freitagmorgen von einem "reibungslosen Betriebsstart" zum zweiten Streiktag im Personenverkehr. Für das Wochenende will die Bahn das Angebot im Fernverkehr von 25 auf 30 Prozent erhöhen.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

US-Journalistenvisa: Deutsche Medien bitten Merz erneut um diplomatische Hilfe

Mehrere große deutsche Medienunternehmen und Verbände haben Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundesaußenminister Johann Wadephul (beide CDU) erneut aufgefordert, bei der US-Regierung gegen die geplanten Visa-Regeln für ausländische Korrespondenten zu intervenieren. Die Bundesregierung solle alle "politischen und diplomatischen Mittel" ergreifen, um "die weitere ungehinderte, freie Berichterstattung aus den USA zu gewährleisten", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Medien vom Montag.

Porsche verkauft IT-Beratungstochter MHP an indischen Tata-Konzern

Der Sportwagenhersteller Porsche verkauft seine auf IT-Beratung spezialisierte Tochterfirma MHP an den indischen Tata-Konzern. Die Veräußerung sei Teil der Strategie von Porsche, sich stärker auf sein Kerngeschäft zu fokussieren, erklärte das Stuttgarter Unternehmen am Montag. Demnach will der Autobauer im Rahmen einer Vereinbarung weiterhin mit MHP und Tata im Bereich digitale Lösungen und Künstliche Intelligenz zuammenarbeiten.

Veganes Angebot in Hochschulmensen binnen zehn Jahren vervierfacht

Das vegane Angebot in deutschen Hochschulmensen hat sich binnen zehn Jahren fast vervierfacht. Der steigende Anteil rein pflanzlicher Kost ging dabei stärker mit einem Rückgang vegetarischer als fleischhaltiger Speisen einher, wie eine am Montag veröffentliche Analyse der Universität Konstanz und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin zeigt.

Tesla ruft in China Millionen Fahrzeuge wegen versenkbarer Autotürgriffe zurück

Der US-E-Autobauer Tesla ruft in China fast drei Millionen Fahrzeuge wegen Sicherheitsvorschriften für die Türgriffe zurück. Auch acht chinesische Autohersteller starteten über das Wochenende oder am Montag entsprechende Rückrufaktionen. Hintergrund ist, dass die ursprünglich von Tesla entworfenen versenkten Türgriffe bei Unfällen das Öffnen der Türen erschweren können.

Textgröße ändern: