Deutsche Tageszeitung - Letztes Rohr von Pipeline Nord Stream 2 verschweißt

Letztes Rohr von Pipeline Nord Stream 2 verschweißt


Letztes Rohr von Pipeline Nord Stream 2 verschweißt
Letztes Rohr von Pipeline Nord Stream 2 verschweißt / Foto: ©

Bei der umstrittenen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 ist nach Angaben der Betreiberfirma das letzte Rohr der beiden Stränge verschweißt worden. Wie die Nord Stream 2 AG am Montag mitteilte, soll das Rohr nun in deutschen Gewässern auf den Meeresboden herabgelassen werden. Ziel ist es demnach, die deutsch-russische Gas-Pipeline noch in diesem Jahr in Betrieb nehmen zu können.

Textgröße ändern:

Nach Unternehmensangaben verschweißten Spezialisten am Montag das letzte Rohr auf dem Verlegeschiff Fortuna. Als nächstes werde nun der von der deutschen Küste kommende Abschnitt der Pipeline mit dem aus den dänischen Gewässern kommenden Abschnitt durch eine so genannte Überwasserschweißnaht verbunden. Anschließend werde es noch "erforderliche Aktivitäten vor der Inbetriebnahme" geben.

Künftig soll die gut 1200 Kilometer lange Pipeline in weitaus größerem Umfang als bislang russisches Erdgas nach Deutschland bringen.Die Pipeline besteht aus zwei Leitungen, die weitgehend parallel zur Route der bereits bestehenden Pipeline Nord Stream verlaufen.

Der Bau der Röhren auf dem Grund der Ostsee hatte sich allerdings insbesondere wegen der Widerstands der USA verzögert. Ende 2019 verhängte die damalige Regierung von US-Präsident Donald Trump Sanktionen, um die Fertigstellung der Pipeline zu verhindern. Erst im Juli hatte es zu dem Projekt eine Einigung mit den USA gegeben. Umstritten ist das deutsch-russische Projekt aber auch innerhalb Europas. Befürchtet wird, dass sie die Position traditioneller Transitländer wie der Ukraine schwächen könnte.

Die Nord Stream 2 AG hob am Montag hervor, die Pipeline werde dazu beitragen, den langfristigen Bedarf des europäischen Energiemarktes an Erdgasimporten zu decken, die Versorgungssicherheit und -zuverlässigkeit zu verbessern "und Gas zu fairen wirtschaftlichen Konditionen bereitzustellen".

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Mit Picknick-Korb: Neue E-Ente auf Pariser Automesse vorgestellt

Auf der Bremse ist eine Schildkröte abgebildet, auf dem Gaspedal ein Hase: Die neue E-Ente, eine elektrische Neuauflage des erfolgreichen 2CV-Modells von Citroën, ist voll von solchen Details. Ein knallroter Prototyp mit gelbkarierten Sitzen wurde am Montag bei der Pariser Automesse in Anwesenheit des Schauspielers Omar Sy vorgestellt.

Mit Picknick-Korb: Neue E-Ente auf Pariser Automesser vorgestellt

Auf der Bremse ist eine Schildkröte abgebildet, auf dem Gaspedal ein Hase: Die neue E-Ente, eine elektrische Neuauflage des erfolgreichen 2CV-Modells von Citroën, ist voll von solchen Details. Ein knallroter Prototyp mit gelbkarierten Sitzen wurde am Montag bei der Pariser Automesse in Anwesenheit des Schauspielers Omar Sy vorgestellt.

CDU will Stromsteuer "für alle" auf EU-Minimum absenken: Merz sieht "Spielräume"

Die CDU will zur Entlastung der Verbraucher die Stromsteuer "für alle" auf das europäische Minimum absenken und damit eine Zusage aus dem vergangenen Jahr einhalten. Das kündigte Parteichef Friedrich Merz am Montag in Berlin an und sagte, dafür sollten nun "finanzielle Spielräume im Haushalt" genutzt werden. Diese könne es geben, "wenn sich das Wachstum verfestigt und verstetigt", sagte der Kanzler.

Verwirrung um von Trump verkündete "Energie-Waffenruhe" - Kiew meldet neue russische Angriffe

Verwirrung um die von US-Präsident Donald Trump verkündete "Energie-Waffenruhe" im Ukraine-Krieg: Russland hat das Inkrafttreten einer solchen Einigung am Montag nicht bestätigt und nach Angaben Kiews erneut Energie-Anlagen in der Ukraine angegriffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, Kiew werde "reagieren", sollte sich Moskau nicht an die Waffenruhe halten. Die EU verhängte im wegen des russischen Angriffskriegs Sanktionen gegen zusätzliche fast 1600 Verantwortliche und Organisationen.

Textgröße ändern: