Deutsche Tageszeitung - Industrieproduktion zieht im Juli wieder an

Industrieproduktion zieht im Juli wieder an


Industrieproduktion zieht im Juli wieder an
Industrieproduktion zieht im Juli wieder an / Foto: ©

Nach dem Rückgang der Industrieproduktion im zweiten Quartal wegen Materialengpässen hat das produzierende Gewerbe im Juli wieder zugelegt. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, war die Produktion im gesamten produzierenden Gewerbe - also inklusive der Baubranche und dem Energiebereich - um 1,0 Prozent höher als im Vormonat Juni. Verglichen mit dem Vorjahresmonat Juli 2020 legte das produzierende Gewerbe um 5,7 Prozent zu.

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Gegenüber Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, verzeichneten die Statistiker allerdings weiterhin eine Rückgang: Im Vergleich zum Vorkrisenniveau lag die Produktion im Juli saison- und kalenderbereinigt um 5,5 Prozent niedriger.

Gleichwohl sei der Start ins dritte Quartal 2021 nun "freundlicher" verlaufen, kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium die neuen Zahlen des Bundesamtes. Denn im zweiten Quartal 2021 war die Produktion im produzierenden Gewerbe drei Monate in Folge zurückgegangen - vor allem wegen des weltweiten Materialmangels, der insbesondere die Autohersteller ausbremste.

Nun habe der "gewichtige Bereich" Kraftfahrzeuge und Kfz-Teile seinen Ausstoß im Juli um 1,9 Prozent gesteigert, erklärte das Ministerium. Der ähnlich gewichtige Maschinenbau expandierte demnach um 6,9 Prozent. "Auch wenn die Lieferengpässe bei Halbleitern, die zuletzt die Produktion bremsten, noch eine Zeit lang fortbestehen dürften, deuteten die Zahlen darauf hin, dass der Tiefpunkt nun überwunden sein könnte", fügte das Ministerium von Peter Altmaier (CDU) hinzu.

Nach Angaben des Statistisches Bundesamtes stieg die Industrieproduktion ohne Energie und Baugewerbe im Juli gegenüber dem Vormonat Juni um 1,3 Prozent. Innerhalb der Industrie nahmen demnach die Produktion von Investitionsgütern um 3,2 Prozent und die Produktion von Konsumgütern um 0,9 Prozent zu. Bei den Vorleistungsgütern fiel die Produktion hingegen um 0,5 Prozent. Außerhalb der Industrie lag die Energieerzeugung 3,2 Prozent niedriger und die Bauproduktion 1,1 Prozent höher als im Vormonat.

(W.Uljanov--DTZ)

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