Deutsche Tageszeitung - Handel zieht positive Bilanz der eigenen Impfkamapgne

Handel zieht positive Bilanz der eigenen Impfkamapgne


Handel zieht positive Bilanz der eigenen Impfkamapgne
Handel zieht positive Bilanz der eigenen Impfkamapgne / Foto: ©

Der Einzelhandel in Deutschland hat eine positive Bilanz seiner vor zwei Wochen gestarteten Impfkampagne gezogen und unterstützt mit seiner Initiative auch die bevorstehende Aktionswoche von Bund und Ländern. Der Handel wolle "Verantwortung übernehmen" und setze sich dafür ein, die "Impfbereitschaft bundesweit zu steigern", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, am Mittwoch in Berlin.

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Die an der Kampagne beteiligten Unternehmen hätten täglich 40 Millionen Kundenkontakte und erreichten Menschen im ganzen Land. Da sei es hilfreich, über Impfungen aufklären und niederschwellige Angebote machen zu können, etwa in Zusammenarbeit mit mobilen Impfteams, die die Infrastruktur der Geschäfte nutzten, fuhr Genth fort.

Der Handel habe mit seiner Kampagne bereits die Zahl der Geimpften steigern können - laut HDE konnten über 100.000 Impfdosen in Einkaufszentren verabreicht werden. Genth sprach von einem "großen Erfolg", das sei jedoch "erst der Anfang". Der Handel werde seine Reichweite weiter nutzen. An der privatwirtschaftlich organisierten Impfkampagne sind den Angaben zufolge neben dem HDE mittlerweile über 30 Handelsunternehmen sowie auch der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) beteiligt.

Der Chef des Textil-Discounters Kik, Patrick Zahn, sagte in Berlin, er merke, "dass Aufklärung der Schlüssel ist", um die Impfbereitschaft zu erhöhen. Im eigenen Unternehmen mit einem hohen Frauenanteil seien vor allem jüngere Frauen "sehr verunsichert" und es liege "an uns allen, Hilfestellung zu leisten". Der Handel bietet nach eigenen Angaben vor allem seine Infrastruktur wie Geschäfte und Parkplätze an, stellt Raum für Plakate und Flyer zur Verfügung und arbeitet mit den Gesundheitsbehörden zusammen, um Impfungen vor Ort organisieren zu können.

Genth sprach sich indes dagegen aus, die Konzepte 2G oder 3G flächendeckend im Einzelhandel einzuführen. Beim "normalen Einkaufen" würden auf diese Weise viele Menschen "außen vor bleiben", daher sei besonders 2G, also der Zutritt nur für Geimpfte oder Genesene, keine Option für das Massengeschäft und könne auch nicht kontrolliert werden. Stattdessen müssten die geltenden Hygienekonzepte angewandt werden.

(M.Dorokhin--DTZ)

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