Deutsche Tageszeitung - Freispruch in Prozess um angebliches Bierkartell in Nordrhein-Westfalen

Freispruch in Prozess um angebliches Bierkartell in Nordrhein-Westfalen


Freispruch in Prozess um angebliches Bierkartell in Nordrhein-Westfalen
Freispruch in Prozess um angebliches Bierkartell in Nordrhein-Westfalen / Foto: ©

Im Prozess um angebliche illegale Preisabsprachen zwischen Brauereien in Nordrhein-Westfalen hat der zuständige Kartellsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf die Angeklagten freigesprochen. Angeklagt waren Vertreter der Brauereien Früh und Gaffel in Köln sowie Erzquell, wie das Oberlandesgericht am Mittwoch erklärte. (Az: V-4 Kart 4/16 OWi)

Textgröße ändern:

Das Bundeskartellamt hatte Anfang 2014 Geldbußen in Höhe von insgesamt 338 Millionen Euro gegen elf Brauereien und den Brauereiverband NRW verhängt. Ein Verfahren gegen die Brauerei Carlsberg wurde abgetrennt und läuft noch bis in den November.

Die Vorwürfe des Bundeskartellamts richteten sich gegen elf Brauereien, darunter namhafte Unternehmen wie Bitburger, Carlsberg, Krombacher, Radeberger, Veltins und Warsteiner. Sie sollen im Rahmen einer Sitzung des Wettbewerbsausschusses des Brauereiverbands NRW illegale Preisabsprachen getroffen haben. Dabei ging es laut Bundeskartellamt um zwei Preiserhöhungen, eine für Fassbier zum Herbst 2006 und eine für Flaschen- und Fassbier für Anfang 2008.

In dem nun abgeschlossenen Verfahren ging es lediglich um die Vorwürfe gegen die drei nordrhein-westfälischen Brauereien. Die Angeklagten wurden freigesprochen, weil sich nach Gerichtsangaben nur zwei der insgesamt vierzehn Zeugen an illegale Preisabsprachen erinnern konnten. Eine der Zeugenaussagen sei außerdem "insgesamt chaotisch" und von "bizarren Verwechslungen geprägt" gewesen. Die angeblichen Bierpreisabsprachen konnten deshalb nicht nachgewiesen werden.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Mit Picknick-Korb: Neue E-Ente auf Pariser Automesse vorgestellt

Auf der Bremse ist eine Schildkröte abgebildet, auf dem Gaspedal ein Hase: Die neue E-Ente, eine elektrische Neuauflage des erfolgreichen 2CV-Modells von Citroën, ist voll von solchen Details. Ein knallroter Prototyp mit gelbkarierten Sitzen wurde am Montag bei der Pariser Automesse in Anwesenheit des Schauspielers Omar Sy vorgestellt.

Mit Picknick-Korb: Neue E-Ente auf Pariser Automesser vorgestellt

Auf der Bremse ist eine Schildkröte abgebildet, auf dem Gaspedal ein Hase: Die neue E-Ente, eine elektrische Neuauflage des erfolgreichen 2CV-Modells von Citroën, ist voll von solchen Details. Ein knallroter Prototyp mit gelbkarierten Sitzen wurde am Montag bei der Pariser Automesse in Anwesenheit des Schauspielers Omar Sy vorgestellt.

CDU will Stromsteuer "für alle" auf EU-Minimum absenken: Merz sieht "Spielräume"

Die CDU will zur Entlastung der Verbraucher die Stromsteuer "für alle" auf das europäische Minimum absenken und damit eine Zusage aus dem vergangenen Jahr einhalten. Das kündigte Parteichef Friedrich Merz am Montag in Berlin an und sagte, dafür sollten nun "finanzielle Spielräume im Haushalt" genutzt werden. Diese könne es geben, "wenn sich das Wachstum verfestigt und verstetigt", sagte der Kanzler.

Verwirrung um von Trump verkündete "Energie-Waffenruhe" - Kiew meldet neue russische Angriffe

Verwirrung um die von US-Präsident Donald Trump verkündete "Energie-Waffenruhe" im Ukraine-Krieg: Russland hat das Inkrafttreten einer solchen Einigung am Montag nicht bestätigt und nach Angaben Kiews erneut Energie-Anlagen in der Ukraine angegriffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, Kiew werde "reagieren", sollte sich Moskau nicht an die Waffenruhe halten. Die EU verhängte im wegen des russischen Angriffskriegs Sanktionen gegen zusätzliche fast 1600 Verantwortliche und Organisationen.

Textgröße ändern: