Deutsche Tageszeitung - Entwicklungsminister Müller wertet Grünen Knopf zwei Jahre nach Start als Erfolg

Entwicklungsminister Müller wertet Grünen Knopf zwei Jahre nach Start als Erfolg


Entwicklungsminister Müller wertet Grünen Knopf zwei Jahre nach Start als Erfolg
Entwicklungsminister Müller wertet Grünen Knopf zwei Jahre nach Start als Erfolg / Foto: ©

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) wertet den Grünen Knopf zwei Jahre nach Einführung des Textilsiegels als Erfolgsgeschichte. "Bislang wurden insgesamt 150 Millionen Textilien mit dem Grünen Knopf verkauft", erklärte Müller am Donnerstag. "Vor zwei Jahren sind wir mit 27 Unternehmen gestartet", fügte er hinzu. "Heute hat sich die Zahl fast verdreifacht: 78 Unternehmen machen mit."

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Der Grüne Knopf sei "im Markt angekommen", erklärte Müller. "Marken wie Trigema, Jack Wolfskin und Esprit machen mit genauso wie große Handelsketten, etwa Tchibo, Aldi, Lidl oder Rewe". Sie zeigten dabei auch, "dass nachhaltig produzierte Kleidung nicht teuer sein muss".

Auch bei der Beschaffung werde immer stärker auf das Textilsiegel gesetzt, führte Müller weiter aus. So wollten Caritas und Diakonie alle 56.000 Einrichtungen wie Krankenhäuser und Altenheime mit ihren 2,2 Millionen Betten auf Grüne-Knopf-Textilien umstellen. Die Deutsche Bahn habe bereits die neuen Outfits für 43.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zertifiziert. Auch auf viele Fankollektionen von Bundesliga-Vereinen trifft dies demnach zu. Das seien "tolle Zeichen der Verantwortung", erklärte der Minister.

Zugleich kritisierte Müller, dass der Bund selbst seine eigenen Ziele bei der nachhaltigen Beschaffung nicht erfülle. "Unser Ziel muss deshalb sein: Den Grünen Knopf zur Standardmarke der öffentlichen Beschaffung zu machen, sowohl in allen Kommunen als auch staatlichen Betrieben", forderte der CSU-Politiker.

Müller hatte das staatliche Textilsiegel vor zwei Jahren vorgestellt. Zu den Kriterien, die die Hersteller für das Siegel erfüllen müssen, gehören soziale und ökologische Mindeststandards, etwa Mindestlöhne und ein Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit sowie Vorgaben zum Chemikalieneinsatz.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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