Deutsche Tageszeitung - Stiftung Warentest: Bei Investition in Ferienimmobilie lohnt genaue Rechnung

Stiftung Warentest: Bei Investition in Ferienimmobilie lohnt genaue Rechnung


Stiftung Warentest: Bei Investition in Ferienimmobilie lohnt genaue Rechnung
Stiftung Warentest: Bei Investition in Ferienimmobilie lohnt genaue Rechnung / Foto: ©

Wer sein Geld in eine Ferienimmobilie investieren möchte, sollte vorher genau nachrechnen, ob sich die Investition auch lohnt. "Kaufen Sie eine Ferienimmobilie als Kapitalanlage nur, wenn Sie bereits über ausreichend Vermögen in anderen Anlageformen verfügen", erklärte der Immobilienexperte von Stiftung Warentest, Jörg Sahr, am Dienstag. Die Investition sei riskanter als die in eine fest vermietete Immobilie, auch weil die Kosten häufig unterschätzt würden.

Textgröße ändern:

Stiftung Warentest nahm acht Ferienimmobilien unter die Lupe, die möbliert zwischen 1600 und 10.000 Euro pro Quadratmeter kosteten. Ergebnis der Stichprobe: Der Einstieg in das Tourismusgeschäft ist für Privatanleger häufig riskanter als zunächst angenommen. Zwar seien die Mieteinnahmen oft deutlich höher als bei fest vermieteten Immobilien, die Kosten und Risiken allerdings auch.

Auf den ersten Blick hohe Renditen kommen demnach häufig nur deshalb zustande, weil die Anbieter mit einer Vermietung an 250 Tagen im Jahr rechneten - dies entspreche jedoch selten der Wirklichkeit, warnte Stiftung Warentest. Wichtige Kosten dagegen würden häufig nicht berücksichtigt, beispielsweise Ausgaben für Möbel, Instandhaltung oder laufende Kosten wie Telefon- und Internetanschluss. Auch Nebenkosten wie Grunderwerbssteuer, Notarkosten und Steuern auf die Mieteinnahmen müssten berücksichtigt werden.

Wer sich genau mit einer Investition in eine Ferienimmobilie auseinandersetze, der könne durchaus "passable Renditen" erzielen. Es handele sich jedoch nicht um eine "sichere Geldanlage, sondern eine unternehmerische Investition mit Chancen und Risiken".

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Merz nennt vor Kabinettsklausur Wachstum und Beschäftigung "das wichtigste Thema"

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat vor der Kabinettsklausur in der kommenden Woche den Bereich Wirtschaftswachstum und Beschäftigung als "das wichtigste Thema" bezeichnet. "Also volle Konzentration darauf, die Augen auf dem Ball", sagte der Kanzler der "Bild am Sonntag".

VW-Chef ruft Mitarbeiter wegen Konzern-Krise zum Zusammenhalt auf

Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume hat die Belegschaft angesichts der Branchenkrise und der bei VW geplanten tiefgreifenden Einschnitte zu vollkommenem Zusammenhalt aufgerufen. "Auf die nächsten Wochen kommt es an: Alle müssen mitziehen", sagte Blume der "Bild am Sonntag". "Wir haben den größten Transformationsplan in der Geschichte des Volkswagen-Konzerns aufgesetzt."

Hinweise auf Markteinführung von selbsfahrendem Taxi von Tesla verdichten sich

Beim E-Autobauer Tesla verdichten sich die Hinweise auf eine bevorstehende Markteinführung seines fahrerlosen Taxis Cybercab. Für den 3. September kündigte das US-Unternehmen am Samstag eine Veranstaltung im texanischen Austin an.

"Krieg": Neue US-Zölle gegen Kanada nach Scheitern von Verhandlungen in Kraft getreten

Kanadas Premierminister Mark Carney spricht von "Krieg": Nach dem Scheitern tagelanger fieberhafter Verhandlungen im Zollstreit zwischen den USA und Kanada sind am Samstag neue US-Zölle auf kanadische Produkte in Kraft getreten. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer gab das Scheitern der Verhandlungen in der Nacht unmittelbar vor dem Ablauf einer von Präsident Donald Trump gesetzten Frist bekannt. Carney kündigte Gegenzölle an.

Textgröße ändern: