Deutsche Tageszeitung - Chef von Evergrande zeigt sich zuversichtlich bei rascher Überwindung der Krise

Chef von Evergrande zeigt sich zuversichtlich bei rascher Überwindung der Krise


Chef von Evergrande zeigt sich zuversichtlich bei rascher Überwindung der Krise
Chef von Evergrande zeigt sich zuversichtlich bei rascher Überwindung der Krise / Foto: ©

Der Chef des in Schieflage geratenen chinesischen Immobilienriesen Evergrande hat sich zuversichtlich gezeigt, die Krise bald zu überwinden und dabei vor allem Optimismus unter seinen Angestellten verbreitet. Der Konzern werde "seinen dunkelsten Moment bald hinter sich lassen", zitierten chinesische Staatsmedien am Dienstag den Gründer und Vorsitzenden von Evergrande, Xu Jiayin. Er wandte sich in einem Schreiben anlässlich des chinesischen Mondfestes an die Belegschaft.

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Er sei "zutiefst davon überzeugt", dass Evergrande die Krise überwinden werde, fuhr der Gründer fort, wie die staatliche Wirtschaftszeitung "Securities Times" berichtete. Sämtliche Baustellen würden ihre Arbeit wieder aufnehmen, um das oberste Ziel von Evergrande weiter zu verfolgen, nämlich die Bereitstellung von Gebäuden zu sichern. Er sprach von einer "Antwort an Käufer, Investoren, Partner und Finanzinstitutionen".

Xu Jiayin, der durch die Gründung des Konzerns 1996 zu einem der reichsten Männer Chinas aufgestiegen ist, dankte zudem seinen Angestellten für die Arbeit für Evergrande. Unterdessen kämpften die Börsen in Asien weiter mit Kursrutschen, die vor allem durch die Unsicherheiten rund um eine drohende Pleite von Evergrande ausgelöst worden waren.

Evergrande gehört zu den größten Immobilienkonzernen des Landes und hat in Jahren aggressiver Expansion einen Schuldenberg von umgerechnet mehr als 260 Milliarden Euro angehäuft. Investoren, Lieferanten und Käufer von Wohnungen, die ihre Domizile bereits im Voraus bezahlt hatten, erlitten enorme Vermögensverluste. In vielen Städten kam es in den vergangenen Tagen zu Protesten vor den jeweiligen Niederlassungen des Unternehmens.

An den Börsen in Hongkong, wo der Konzern gelistet ist, sowie in Tokio waren die Titel von Immobilienfirmen am Dienstag weiter unter Druck. Allein die Aktien von Evergrande verloren seit Beginn des Jahres rund 90 Prozent ihres Werts. Auf dem chinesischen Festland waren die Börsen wegen der Feiertage rund um das Mondfest geschlossen.

(L.Møller--DTZ)

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