Deutsche Tageszeitung - Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe ohne Ergebnis abgebrochen

Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe ohne Ergebnis abgebrochen


Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe ohne Ergebnis abgebrochen
Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe ohne Ergebnis abgebrochen / Foto: ©

Die Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe zwischen den Arbeitgebern und der Gewerkschaft IG BAU sind gescheitert. Strittiger Punkt war in der fünften Verhandlungsrunde eine Entschädigung für die Wegezeiten der Beschäftigten, wie beide Seiten am Mittwoch mitteilten. Erwartet wird nun, dass es zu einem Schlichtungsverfahren kommt.

Textgröße ändern:

Die Gewerkschaft warf der Arbeitgeberseite vor, sie habe "partout nicht ernsthaft über das Thema Wegezeit sprechen" wollen. "Da lassen wir aber nicht locker", erklärte der IG-BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger. "60 Kilometer fahren im Schnitt die Baubeschäftigten zu Ihren Einsatzorten und haben darauf keinerlei Einfluss", kritisierte er.

"Dafür müssen sie ordentlich und fair, abhängig vom Fahrweg, entschädigt werden", forderte er. Die Arbeitgeberseite habe aber nur ein weiteres Lohn- und Gehaltsangebot vorlegen wollen, "wenn wir unsere Forderung zur Wegezeitentschädigung zurückziehen".

Die Arbeitgeberseite erklärte hingegen, es habe im Vorfeld Einigkeit darüber bestanden, dass die Frage der Wegstreckenentschädigung Gegenstand des Bundesrahmentarifvertrags und nicht der Lohn- und Gehaltstarifverträge sei. Davon sei die Gewerkschaft allerdings in den laufenden Verhandlungen wieder abgerückt.

"Wir wären bereit gewesen, durch ein wesentlich verbessertes Angebot eine Einigung in den Lohn- und Gehaltstarifverhandlungen unter Einbeziehung der Ost-/West-Angleichung zu erreichen", erklärte Uwe Nostitz, Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite und Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB). "Wir hätten erwartet, dass die Gewerkschaft ernsthafter an einer Entgeltsteigerung interessiert gewesen wäre."

Die IG BAU erklärte, es sei davon auszugehen, dass die Bundestarifkommission der Gewerkschaft nun am kommenden Montag dem Bundesvorstand vorschlägt, die Schlichtungsstelle anzurufen. Diese muss dann nach sieben Tagen ihre Arbeit aufnehmen. Der vorige Tarifvertrag war bereits Ende Juni ausgelaufen. In der Branche beschäftigt sind rund 890.000 Menschen.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Mit Picknick-Korb: Neue E-Ente auf Pariser Automesse vorgestellt

Auf der Bremse ist eine Schildkröte abgebildet, auf dem Gaspedal ein Hase: Die neue E-Ente, eine elektrische Neuauflage des erfolgreichen 2CV-Modells von Citroën, ist voll von solchen Details. Ein knallroter Prototyp mit gelbkarierten Sitzen wurde am Montag bei der Pariser Automesse in Anwesenheit des Schauspielers Omar Sy vorgestellt.

Mit Picknick-Korb: Neue E-Ente auf Pariser Automesser vorgestellt

Auf der Bremse ist eine Schildkröte abgebildet, auf dem Gaspedal ein Hase: Die neue E-Ente, eine elektrische Neuauflage des erfolgreichen 2CV-Modells von Citroën, ist voll von solchen Details. Ein knallroter Prototyp mit gelbkarierten Sitzen wurde am Montag bei der Pariser Automesse in Anwesenheit des Schauspielers Omar Sy vorgestellt.

CDU will Stromsteuer "für alle" auf EU-Minimum absenken: Merz sieht "Spielräume"

Die CDU will zur Entlastung der Verbraucher die Stromsteuer "für alle" auf das europäische Minimum absenken und damit eine Zusage aus dem vergangenen Jahr einhalten. Das kündigte Parteichef Friedrich Merz am Montag in Berlin an und sagte, dafür sollten nun "finanzielle Spielräume im Haushalt" genutzt werden. Diese könne es geben, "wenn sich das Wachstum verfestigt und verstetigt", sagte der Kanzler.

Verwirrung um von Trump verkündete "Energie-Waffenruhe" - Kiew meldet neue russische Angriffe

Verwirrung um die von US-Präsident Donald Trump verkündete "Energie-Waffenruhe" im Ukraine-Krieg: Russland hat das Inkrafttreten einer solchen Einigung am Montag nicht bestätigt und nach Angaben Kiews erneut Energie-Anlagen in der Ukraine angegriffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, Kiew werde "reagieren", sollte sich Moskau nicht an die Waffenruhe halten. Die EU verhängte im wegen des russischen Angriffskriegs Sanktionen gegen zusätzliche fast 1600 Verantwortliche und Organisationen.

Textgröße ändern: