Deutsche Tageszeitung - Tarifverhandlungen für private Banken in dritter Runde abgebrochen

Tarifverhandlungen für private Banken in dritter Runde abgebrochen


Tarifverhandlungen für private Banken in dritter Runde abgebrochen
Tarifverhandlungen für private Banken in dritter Runde abgebrochen / Foto: ©

Die dritte Runde in den Tarifverhandlungen für die privaten Banken ist am Freitag nach nur einer Stunde abgebrochen worden. Die Arbeitgeberseite zeigte sich überrascht. Die Gewerkschaft Verdi sei nicht zu weiteren Gesprächen bereit gewesen, obwohl die Arbeitgeber ein erstes "umfassendes" Angebot vorgelegt hätten, erklärte der Arbeitgeberverband (AGV) Banken.

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Auf dem Tisch lag demnach ein erstes Gehaltsangebot: Die privaten Banken schlugen vor, die Tarifgehälter um insgesamt 3,2 Prozent in drei Stufen bei einer Laufzeit von 36 Monaten anzuheben. Zudem boten sie den Gewerkschaften ein "Zukunftspaket" mit eigenständigen Tarifverträgen zur Mobilarbeit, für Nachwuchskräfte und zur betrieblichen Altersversorgung an. Verhandlungsführerin Sabine Schmittroth erklärte, die Arbeitgeber blieben gesprächsbereit.

Die Tarifverhandlungen hatten Anfang Juli begonnen. Verdi fordert für die rund 140.000 Beschäftigten eine Erhöhung der Gehälter um 4,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Gewerkschaft Deutscher Bankangestellten Verband (DBV) zielt auf ein Lohnplus von 4,8 Prozent ab.

Verdi fordert in einer Regelung zur mobilen Arbeit, dass die Beschäftigten einen Anspruch darauf haben sollen, bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit mobil zu arbeiten. Dafür sollen sie laut Gewerkschaft einen Anspruch auf eine Erstausstattungspauschale in Höhe von 1500 Euro erhalten.

(L.Møller--DTZ)

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