Deutsche Tageszeitung - IWF mahnt Australiens Politik zum Eingreifen auf überhitztem Immobilienmarkt

IWF mahnt Australiens Politik zum Eingreifen auf überhitztem Immobilienmarkt


IWF mahnt Australiens Politik zum Eingreifen auf überhitztem Immobilienmarkt
IWF mahnt Australiens Politik zum Eingreifen auf überhitztem Immobilienmarkt / Foto: ©

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Australiens Regierung zum Eingreifen auf dem überhitzten Immobilienmarkt gedrängt und eindringlich vor einer Blase gewarnt. Die rasant steigenden Häuserpreise erhöhten die Bedenken hinsichtlich der Finanzstabilität, erklärte der IWF am Freitag in einer routinemäßigen Betrachtung der australischen Wirtschaft. Nötig seien "strukturelle Reformen", um das Angebot an Immobilien zu erhöhen und Menschen mit einem geringen Einkommen zu unterstützen.

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Die Preise für Häuser und Wohnungen in den ohnehin teuren großen Metropolen des Landes sind binnen eines Jahres noch einmal im Schnitt um mehr als 20 Prozent gestiegen, landesweit betrug der Anstieg 18 Prozent. In Hobart auf Tasmanien wurde Wohneigentum im zurückliegenden Jahreszeitraum um 25 Prozent teurer. In Australiens größter Stadt Sydney lag der durchschnittliche Häuserpreis zuletzt bei umgerechnet über 850.000 Euro.

Das Spekulieren mit Eigentum gilt beinahe als Volkssport in Australien - Zeitungen berichten regelmäßig über die jüngsten Auktionen und Verkäufe mit immer neuen Rekordwerten. Der Boom werde durch Käufer begünstigt, die von niedrigen Zinsen und finanziellen Unterstützungsprogrammen profitierten, warnte der IWF. Angesichts des immer höher werdenden Schuldenbergs wachse aber auch die Gefahr einer Blase. Nötig sei deshalb eine enge Überwachung der Kreditvergaberichtlinien.

(L.Møller--DTZ)

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