Deutsche Tageszeitung - Brasiliens größte Firmen drängen Regierung zu mehr Einsatz für Klimaschutz

Brasiliens größte Firmen drängen Regierung zu mehr Einsatz für Klimaschutz


Brasiliens größte Firmen drängen Regierung zu mehr Einsatz für Klimaschutz
Brasiliens größte Firmen drängen Regierung zu mehr Einsatz für Klimaschutz / Foto: ©

Die größten Unternehmen Brasiliens haben die Regierung des Landes zu mehr Anstrengungen für den Klimaschutz gedrängt. Brasilien müsse ein zentraler "Akteur" bei den Gesprächen über das Klima sein, forderte die Gruppe von 107 Firmen, die zusammen 47 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes beitragen, am Montag in einem offenen Brief. Veröffentlicht wurde das Schreiben vom Unternehmensrat für nachhaltige Entwicklung rund einen Monat vor der nächsten UN-Klimakonferenz in Glasgow.

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Sollte es die brasilianische Regierung versäumen, sich aktiv einzubringen, drohten "enorme Schäden im Produktionssektor und in der brasilianischen Gesellschaft", hieß es in dem Schreiben weiter. Unterzeichnet wurde es unter anderem von Großbanken, dem weltweit größten Fleischproduzenten JBS sowie von brasilianischen Niederlassungen multinationaler Konzerne wie Shell und Carrefour.

Unter dem seit Januar 2019 amtierenden Präsidenten Jair Bolsonaro, der als notorischer Klimaskeptiker gilt, hat unter anderem die Vernichtung des Regenwaldes in Brasilien dramatische Ausmaße erreicht. Der rechtsextreme Staatschef hat die Finanzmittel für Umweltschutzprogramme gekürzt und die Öffnung von Schutzgebieten für Landwirtschaft und Bergbau vorangetrieben.

Die Firmen forderten nun vor allem Finanzierungsmodelle für das Vorantreiben der Klimaneutralität sowie gegen die Abholzung des Regenwaldes. Brasilien habe wegen seiner natürlichen Ressourcen und der Kapazitäten in der Gesellschaft "außergewöhnliche Wettbewerbsvorteile" auf dem Weg zur Klimaneutralität. Eine nachhaltigere Wirtschaft sei eine "einmalige Chance" für das Land.

(W.Budayev--DTZ)

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