Deutsche Tageszeitung - Importpreise steigen so stark wie seit 40 Jahren nicht mehr

Importpreise steigen so stark wie seit 40 Jahren nicht mehr


Importpreise steigen so stark wie seit 40 Jahren nicht mehr
Importpreise steigen so stark wie seit 40 Jahren nicht mehr / Foto: ©

Die Importpreise sind im August im Vorjahresvergleich so stark angestiegen wie zuletzt während der zweiten Ölkrise im Jahr 1981. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, waren die Importpreise im August um 16,5 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Gegenüber dem Vormonat Juli stiegen sie um 1,4 Prozent. Grund für den Preisanstieg waren demnach insbesondere teurere Energieimporte.

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Insgesamt stiegen die Preise für importierte Energieträger wie Erdgas oder Erdöl im Vorjahresvergleich um 93,6 Prozent. Besonders deutlich stiegen die Preise für Erdgas: Sie lagen im August 2021 um 177,5 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Bereits im Juli war der Erdgaspreis im Vorjahresvergleich um 170,5 Prozent gestiegen, im Juni waren es 150 Prozent. Auch Erdöl verteuerte sich im August im Vergleich zum Vorjahr um 63,6 Prozent. Würden die Energiepreise in dem Importpreisanstieg nicht berücksichtigt, läge dieser bei lediglich 9,8 Prozent.

Doch auch andere Güter verzeichneten deutliche Preisanstiege: Insbesondere Vorleistungsgüter wie Eisenerze (plus 96,8 Prozent), gesägtes und gehobeltes Holz (plus 61,6 Prozent) sowie Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (plus 57,7 Prozent) wurden teurer. Auch Rohaluminium (plus 42,6 Prozent), Kunststoffe (plus 41,4 Prozent) und Rohkupfer (plus 40,2 Prozent) mussten zu höheren Preisen importiert werden.

Die Preise für die Importe von Investitionsgütern stiegen im Vorjahresvergleich etwas moderater um 2,3 Prozent. Während Notebooks ein Plus von 6,4 Prozent verzeichneten, wurden Tablets um 2,8 Prozent günstiger importiert.

Auch die Importpreise von landwirtschaftlichen Gütern stiegen an. Insbesondere Naturkautschuk (plus 41,7 Prozent) und Rohkaffee (plus 34,5 Prozent) sowie Getreide (plus 25,6 Prozent) verteuerten sich. Die Preise für den Import von lebenden Schweinen sanken hingegen um rund 20 Prozent.

Einen Preisanstieg verzeichneten indes auch die Exportpreise: Hier lag der Preisanstieg im August im Vorjahresvergleich bei 7,2 Prozent. Auch dieser Preisanstieg war der höchste seit September 1981.

(M.Dorokhin--DTZ)

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