Deutsche Tageszeitung - BA: Nachfrage nach Arbeitskräften weiter hoch

BA: Nachfrage nach Arbeitskräften weiter hoch


BA: Nachfrage nach Arbeitskräften weiter hoch
BA: Nachfrage nach Arbeitskräften weiter hoch / Foto: ©

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist im September weiter angestiegen. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) erhöhte sich von August auf September um einen Punkt auf 124 Punkte - die Arbeitskräftenachfrage bleibe somit "stabil aufwärtsgerichtet", teilte die Arbeitsagentur am Mittwoch mit. Im Vorjahresvergleich liegt der Stellenindex somit 30 Punkte im Plus. Auch das Vorkrisenniveau vom März 2020 wurde um zehn Punkte übertroffen.

Textgröße ändern:

Im Vergleich zum September 2020, der noch deutlich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt war, verzeichnete die Nachfrage nach Arbeitskräften in fast allen Branchen einen zweistelligen prozentualen Zuwachs. Am deutlichsten fiel dieser mit plus 77 Prozent im Gastgewerbe und mit 69 Prozent im Verarbeitenden Gewerbe aus. Bei den Qualifizierten Unternehmensdienstleistungen, bei Information und Kommunikation, Verkehr und Logistik, im Handel sowie bei Bergbau, Energie, Wasser und Entsorgung betrug der Anstieg zum September 2020 über 40 Prozent.

Insgesamt waren elf Prozent der Stellen im Handel ausgeschrieben, jeweils zehn Prozent entfielen auf das Verarbeitende Gewerbe sowie das Gesundheits- und Sozialwesen. Neun Prozent der Stellenausschreibungen stammten von Qualifizierten Unternehmensdienstleistern, aus der Baubranche stammten sieben Prozent. 26 Prozent der Stellen wurden von Zeitarbeitsfirmen ausgeschrieben.

Der BA-X beruht auf den bei der BA gemeldeten Stellenangeboten und wird monatlich veröffentlicht. Der saison- und kalenderbereinigte Indikator bildet die Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt unabhängig von jahreszeitlichen Einflüssen ab und spiegelt die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen wider.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Macron stellt deutsch-französischen Auto-Kompromiss in Aussicht

Präsident Emmanuel Macron hat eine "unmittelbar bevorstehende Einigung" zwischen Frankreich und Deutschland zum Schutz der europäischen Autoindustrie gegen die asiatische Konkurrenz angekündigt. "Wir sind gerade dabei, eine Vereinbarung mit unseren deutschen Partnern abzuschließen, damit Europa vorankommen kann, um unsere Industrie besser zu schützen", sagte Macron am Montag zum Auftakt der 91. Pariser Automesse.

Nur noch 350.000 im Jahr: EU halbiert Hybridauto-Importe aus China

Die EU will ihre Autobauer unterstützen und halbiert deshalb die Importe an Plugin-Hybriden der Konkurrenz aus China. Künftig sollen pro Jahr nur noch 350.000 Hybridautos aus China in die EU verkauft werden dürfen, wie ein EU-Beamter am Montag in Brüssel mitteilte. "Das wird die aktuellen Importe in die EU um mehr als die Hälfte senken", sagte er. Die EU und China hatten sich in der vergangenen Woche auf eine Begrenzung geeinigt.

EU begrenzt chinesische Hybridauto-Importe auf 350.000 pro Jahr

Die EU begrenzt die Importe chinesischer Hybridautos auf 350.000 Fahrzeuge im Jahr. "Das wird die aktuellen Importe in die EU um mehr als die Hälfte senken", sagte ein EU-Beamter am Montag in Brüssel. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic hatte sich in der vergangenen Woche in Peking mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao auf eine Begrenzung geeinigt.

Alexander Schweitzer soll neuer Arbeitsminister werden

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas (SPD) als Arbeitsministerin soll der ehemalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) ihr Nachfolger im Kabinett werden. Das wurde der Nachrichtenagentur AFP am Montag aus Parteikreisen bestätigt. Bas hatte zuvor ihren Rücktritt vom Ko-Parteivorsitz und von ihrem Ministeramt erklärt.

Textgröße ändern: