Deutsche Tageszeitung - Zentralbankchefs sehen in Lieferproblemen Haupthindernis für schnelle Erholung

Zentralbankchefs sehen in Lieferproblemen Haupthindernis für schnelle Erholung


Zentralbankchefs sehen in Lieferproblemen Haupthindernis für schnelle Erholung
Zentralbankchefs sehen in Lieferproblemen Haupthindernis für schnelle Erholung / Foto: ©

Die Zentralbankchefs der Eurozone, Großbritanniens und der USA sehen in den aktuellen Lieferproblemen weltweit das größte Hindernis für eine rasche wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Krise. Die Unsicherheit in den Unternehmen über die Lieferung von Rohstoffen und Materialien sei "eine Bedrohung für das Wachstum", sagte die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, am Mittwoch beim EZB-Zentralbankforum. Noch sei unklar, wie lange es diese "Flaschenhälse" noch geben werde.

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US-Zentralbankchef Jerome Powell warnte, die Lieferengpässe sorgten dafür, dass die Inflationsraten länger als erwartet hoch blieben. Und die Lage werde "nicht besser", beklagte Powell. Die Engpässe könnten auch im kommenden Jahr noch Auswirkungen haben. Die US-Notenbank rechne aber dennoch weiterhin mit einem starken Wachstum in 2022.

Auch der britische Notenbankchef Andrew Bailey erklärte auf dem Zentralbankforum, der fehlende Nachschub "hält die Wirtschaft auf". Den einen Grund für die Lieferprobleme gebe es dabei nicht, fuhr Bailey fort - und die Zentralbanken könnten diese Probleme nicht alle durch eine Änderung ihrer Geldpolitik lösen.

Weltweit gibt es derzeit Probleme entlang der Lieferketten. In der Autoindustrie und bei der Produktion von Unterhaltungselektronik etwa fehlen vor allem Halbleiter. Auf dem Bau mangelt es an Holz, Stahl und Kunststoffen. Hauptgrund ist die Corona-Pandemie: Die Nachfrage nach den starken Einschränkungen ist sehr hoch, gleichzeitig sorgen Kurzarbeit oder Lockdowns weiterhin für Störungen in der Produktion.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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