Deutsche Tageszeitung - Vonovia sichert sich rund 60 Prozent der Anteile an Deutsche Wohnen

Vonovia sichert sich rund 60 Prozent der Anteile an Deutsche Wohnen


Vonovia sichert sich rund 60 Prozent der Anteile an Deutsche Wohnen
Vonovia sichert sich rund 60 Prozent der Anteile an Deutsche Wohnen / Foto: ©

Der Wohnungskonzern Vonovia hat sich rund 60 Prozent der Anteile an seinem Konkurrenten Deutsche Wohnen gesichert. Wie das Unternehmen am Donnerstag bekanntgab, verfügte es über knapp 65 Prozent der Anteile und der Stimmrechte der Deutsche Wohnen. Es handelte sich um den insgesamt dritten Versuch einer Übernahme. Zuvor hatte Vonovia mit einem Verzicht auf eine Mindestannahmeschwelle seines Aktienkaufangebots mögliche Hindernisse aus dem Weg geräumt.

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Vonovia hatte den Aktionären von Deutsche Wohnen 53 Euro pro Anteilsschein geboten, dies war ein Euro mehr als beim vorherigen Übernahmeversuch. Dieser war Ende Juli an der Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent gescheitert. Auch beim dritten Übernahmeversuch galt zu Beginn eine solche Mindestannahmeschwelle.

Mitte September kündigte Vonovia allerdings an, auf diese Vollzugsbedingung zu verzichten, die Deutsche Wohnen stimmte zu. Durch die Änderung des Übernahmeangebots verschob sich die Annahmefrist um zwei Wochen und endete am Montag um Mitternacht. Die Marke von 50 Prozent der Anteile hatte Vonovia laut eigenen Angaben bereits am 24. September erreicht.

Die beiden Immobilienunternehmen hatten sich Ende Mai auf einen Zusammenschluss geeinigt. Das Portfolio von Vonovia umfasst insgesamt rund 354.000 Wohneinheiten, die Deutsche Wohnen besitzt rund 155.000 Mietwohnungen, etwa 70 Prozent davon in Berlin. Das Land gab Mitte September bekannt, dass Berlin 14.750 Wohnungen der beiden Unternehmen für insgesamt rund 2,46 Milliarden Euro übernehmen werde.

Die stellvertretende Vorsitzende der Linken-Fraktion im Bundestag, Caren Lay, bezeichnete die Übernahme als "schlechte Nachricht". "Die Rechnung dieser Übernahme bezahlen die Mieterinnen und Mieter", kritisierte Lay. Sie forderte mehr kommunalen, gemeinnützigen und genossenschaftlichen Wohnraum. "Wohnungsunternehmen gehören nicht an die Börse", erklärte Lay.

(A.Stefanowych--DTZ)

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