Deutsche Tageszeitung - Konjunkturerwartungen von Finanzexperten fallen weiter - Grund sind Lieferengpässe

Konjunkturerwartungen von Finanzexperten fallen weiter - Grund sind Lieferengpässe


Konjunkturerwartungen von Finanzexperten fallen weiter - Grund sind Lieferengpässe
Konjunkturerwartungen von Finanzexperten fallen weiter - Grund sind Lieferengpässe / Foto: ©

Die Konjunkturerwartungen von Finanzmarktexpertinnen und -experten in Deutschland sind im Oktober den fünften Monat in Folge gefallen. Der Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim sank um 4,2 Punkte auf 22,3 Punkte, wie das ZEW am Dienstag mitteilte. Auch die Einschätzung der aktuellen Konjunkturlage verschlechterte sich - das ist den Angaben zufolge der erste Rückgang seit Februar 2021.

Textgröße ändern:

"Der konjunkturelle Ausblick für die deutsche Wirtschaft hat sich spürbar eingetrübt. Der erneute Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen geht hauptsächlich auf die weiterhin bestehenden Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten zurück", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die Finanzmarktexpertinnen und -experten erwarten demnach vor allem bei den exportorientierten Branchen wie dem Fahrzeugbau und den Branchen Chemie und Pharma eine Verschlechterung der Ertragslage.

Das ZEW fragt monatlich rund 200 Experten aus Banken, Versicherungen und Finanzabteilungen von Großunternehmen nach ihren Einschätzungen zu den wichtigen internationalen Finanzmarktdaten wie Inflationsraten, Zinsen, Aktienindizes, Wechselkursen und dem Ölpreis. Der Index für die aktuelle konjunkturelle Lage in Deutschland ging laut ZEW um 10,3 Punkte auf 21,6 Punkte im Oktober zurück.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Bill Gates warnt vor Zunahme von KI-gestützten Cyberangriffen

Microsoft-Gründer Bill Gates hat vor einer Zunahme von KI-gestützten Cyberangriffen im kommenden Jahr gewarnt. Die Gefahr einer außer Kontrolle geratenen Künstlichen Intelligenz bestehe in den kommenden Jahren eher nicht, sagte Gates am Sonntag dem US-Sender ABC News. Viel größer sei die Gefahr, dass "schlechte Menschen" KI-Systeme ohne Schutzvorkehrungen für Cyberangriffe oder Bioterrorismus nutzten.

Angriffe auf Flughafen: Reiche muss Rückflug von Konferenz in Riad umplanen

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nimmt inmitten der anhaltenden Angriffe der Huthi-Miliz auf Flughäfen in Saudi-Arabien an einer Energiekonferenz in der saudiarabischen Hauptstadt Riad teil - und muss nun ihre Rückreise umplanen. Aufgrund der Sperrung des internationalen Flughafens in Riad könne "die für morgen geplante Rückreise voraussichtlich nicht wie vorgesehen stattfinden", erklärte eine Ministeriumssprecherin am Sonntagabend.

Trump meldet "Energie-Waffenruhe" zwischen Russland und der Ukraine

Russland und die Ukraine haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, ihre Angriffe auf die Energie-Infrastruktur des jeweils anderen Staates einzustellen. Mit "sofortiger Wirkung" gelte eine "Energie-Waffenruhe" im Krieg zwischen Russland und der Ukraine, erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Weitere Details nannte er zunächst nicht.

Huthis drohen nach tödlichem Angriff auf Flughafen in Riad mit weiteren Attacken

Nach einem Angriff mit zwölf Todesopfern und hunderten Verletzten in Riad hat die pro-iranische Huthi-Miliz mit weiteren Attacken auf Flughäfen in Saudi-Arabien gedroht. Reisende, Beschäftigte und Luftfahrtunternehmen sollten diese nicht nutzen, erklärte der Huthi-Militärsprecher Jahja Saree am Sonntag im Onlinedienst X. Die EU, die UNO und die Bundesregierung verurteilten den Angriff vom Samstag. Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition gegen die Huthis kündigte eine entschiedene Reaktion an.

Textgröße ändern: