Deutsche Tageszeitung - 1100 Haushalte im Ahrtal wieder ans Gasnetz angeschlossen

1100 Haushalte im Ahrtal wieder ans Gasnetz angeschlossen


1100 Haushalte im Ahrtal wieder ans Gasnetz angeschlossen
1100 Haushalte im Ahrtal wieder ans Gasnetz angeschlossen / Foto: ©

Rund drei Monate nach der verheerenden Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz sind 1100 Haushalte im Ahrtal wieder ans Gasnetz angeschlossen worden. Am Donnerstag ging eine mobile Gasversorgungsanlage für die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler in Betrieb, wie das Innenministerium mitteilte. Diese diene der Wärmeversorgung. Parallel dazu werde an der Wiederherstellung der regulären Leitungen gearbeitet.

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Die mobile Anlage sei bis dahin eine kurzfristige Lösung. "Nach den im Sommer sehr schlechten Meldungen über eine fehlende Gasversorgung im Winter in weiten Teilen der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler bin ich sehr froh, dass es uns nun gelungen ist, mit dieser Flüssigerdgas-Anlage eine Zwischenversorgung zu sichern", erklärte Begona Herrmann, Vize-Präsidentin der rheinland-pfälzischen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). Der Energieversorger EVM hatte im August mitgeteilt, dass weite Teile der Stadt voraussichtlich bis zum kommenden März nicht mit Gas versorgen werden können.

Neben Bad Neuenahr-Ahrweiler profitieren von der Anlage laut Innenministerium auch Haushalte in sieben Ortschaften der Gemeinde Grafschaft, die nun wieder mit erhöhtem Druck beliefert werden können. Das Ministerium rief Betroffene dazu auf, vorher ihre Hausanschlüsse wieder in Betrieb zu nehmen. Jeder Anschluss müsse einzeln entlüftet und geprüft werden. Haushalte, bei denen der Gaszähler ausgebaut wurde, müssen einen Installateur beauftragen, der die Heizung wieder in Betrieb nimmt.

Starke Regenfälle hatten Mitte Juli katastrophale Überschwemmungen an Flüssen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ausgelöst. Viele Gemeinden, insbesondere im Ahrtal, wurden verwüstet. Versorgungsnetze wurden dabei zerstört. In Rheinland-Pfalz kamen im Zusammenhang mit dem Hochwasser 133 Menschen ums Leben. In Nordrhein-Westfalen gab es 48 Tote.

(M.Dorokhin--DTZ)

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