Deutsche Tageszeitung - BGH verhandelt über grenzüberschreitende Wärmedämmung bei Bestandsbau

BGH verhandelt über grenzüberschreitende Wärmedämmung bei Bestandsbau


BGH verhandelt über grenzüberschreitende Wärmedämmung bei Bestandsbau
BGH verhandelt über grenzüberschreitende Wärmedämmung bei Bestandsbau / Foto: ©

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sich in seiner Verhandlung am Freitag mit der Rechtmäßigkeit einer nachträglichen Wärmedämmung eines Hauses befasst, die die Grundstücksgrenze überschreitet. Das nordrhein-westfälische Landesrecht erlaubt dies in einigen Fällen. Nun muss der BGH in Karlsruhe prüfen, ob dieses Landesrecht mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Ein Urteil in dem Fall will der BGH am 12. November verkünden. (Az. V ZR 115/20)

Textgröße ändern:

Geklagt hatte eine Wohnungsbaugesellschaft, die der Meinung ist, dass ihr Mehrfamilienhaus nicht mit vertretbarem Aufwand von innen gedämmt werden kann und daher von außen gedämmt werden muss. Das Haus steht direkt an der Grenze zum Nachbargrundstück, das Mehrfamilienhaus des Nachbarn ist fünf Meter entfernt. Die Wohnungsbaugesellschaft findet, dass der Nachbar die nachträgliche Außendämmung dulden müsse, auch wenn diese über die Grundstücksgrenze hinausrage.

Vor dem Amtsgericht Köln hatte die Klage Erfolg. In der Berufung vor dem Landgericht wurde sie aber abgewiesen.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Nordseeküstenfischer beantragen staatliche Unterstützung für Betriebseinstellung

Zahlreiche Küstenfischer in der Nordsee haben finanzielle Unterstützung vom Bund für die Aufgabe ihrer Betriebe beantragt. 48 Betriebe aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen hätten Anträge unter dem "Programm zur endgültigen Einstellung der Fangtätigkeit im Fischereisektor in der Nordsee" eingereicht, erklärte die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) am Mittwoch. 19 von ihnen können nun Förderung erhalten, zwölf Millionen Euro stehen dafür bereit.

Ifo-Umfrage: Viele Unternehmen sehen Möglichkeit für sinkende Löhne durch KI

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) könnte laut einer Umfrage künftig die Löhne sinken lassen: Wie das Ifo-Institut am Mittwoch in München mitteilte, erwarten viele Unternehmen in Deutschland durch KI "eher sinkende Löhne in den nächsten fünf Jahren". Vor allem Arbeitskräfte mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung haben demnach "mit niedrigeren Löhnen zu rechnen".

Linke kritisiert Frühstartrente: "Kinder brauchen keine Casino-Rente"

Die Linke hat vor dem Kabinettsbeschluss die von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) geplante Frühstartrente kritisiert. Klingbeil wolle "Kinder an den Kapitalmarkt gewöhnen und verkauft das als große Rentenreform", sagte Linken-Bundesgeschäftsführer Janis Ehling am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. "Kinder brauchen aber keine Casino-Rente, sondern die Gewissheit, dass sie nach einem langen Arbeitsleben einmal eine vernünftige gesetzliche Rente bekommen."

Niedrigwasser: Bilger plädiert für weiteren Ausbau der Flüsse

Angesichts der niedrigen Pegelstände in Deutschland setzt sich Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) für einen Ausbau der Flüsse ein. "Grundsätzlich sollten wir alle ein Verständnis dafür haben, dass die Wasserstraße Unterstützung verdient, weil sie der umweltfreundlichste Verkehrsträger ist", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Mittwochsausgaben).

Textgröße ändern: