Deutsche Tageszeitung - Erhebung: Die meisten Verspätungen gibt es am Flughafen in Brüssel

Erhebung: Die meisten Verspätungen gibt es am Flughafen in Brüssel


Erhebung: Die meisten Verspätungen gibt es am Flughafen in Brüssel
Erhebung: Die meisten Verspätungen gibt es am Flughafen in Brüssel / Foto: ©

Wer demnächst vom Flughafen in Brüssel aus in den Urlaub fliegen möchte, sollte sich laut der Fluggastrechteorganisation Airhelp auf eine verspätete Abreise einstellen. Rund 28 Prozent der Passagiere in Brüssel waren in diesem Jahr bereits von Flugausfällen oder Verspätungen betroffen, wie das Portal am Mittwoch erklärte. Demnach hatten in diesem Jahr europaweit bereits rund 20 Millionen Passagiere Probleme mit ihren Flügen.

Textgröße ändern:

"Einsparungen sowie Personalnot sorgen dieses Jahr immer wieder dafür, dass Passagiere ihr Ziel stark verspätet oder gar nicht erreichen", erklärte der Rechtsexperte bei Airhelp, Christian Leininger. Für die Erhebung verglich die Organisation Daten von 100 Flughäfen in der EU aus dem Zeitraum Januar bis Oktober 2021. Die meisten Zwischenfälle gab es neben Brüssel demnach in Paris und im belgischen Eindhoven.

Von Brüssel aus starteten laut Airhelp in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie bereits über 2,3 Millionen Passagiere zu über 200 verschiedenen Zielen. Rund 645.000 von ihnen waren von Verspätungen oder Flugausfällen betroffen. In Paris starteten von den 1,8 Millionen Fluggästen rund 27 Prozent mit Verspätung. Auf dem deutlich kleineren Flughafen Eindhoven mussten 26 Prozent der Passagiere zusätzliche Geduld aufbringen.

Auch in Deutschland verlief nicht alles reibungslos: Düsseldorf belegte Rang vier der Liste, dort waren mit 490.000 rund 26 Prozent der Fluggäste betroffen. Am wichtigsten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main kam es mit 1,1 Millionen beziehungsweise 21,9 Prozent der Passagiere bisher zu vergleichsweise wenigen Verspätungen. Noch vor zwei Jahren lag bei beiden Flughäfen die Verspätungsquote bei über 30 Prozent - allerdings war das Flugaufkommen auch deutlich höher.

Besonders glatt verliefen die Flugreisen hingegen in Großbritannien und Irland: Hier lagen sieben der zuverlässigsten zehn Flughäfen. In Dublin hatten nur rund vier Prozent der Passagiere Probleme mit ihren Flügen, in Belfast und Liverpool waren es jeweils rund sechs Prozent.

In den Sommerferien verschärften sich die Probleme an den Flughäfen oftmals: Von Juli bis September reiste knapp jeder dritte Passagier aus Istanbul mit Verspätung ab. In Paris stieg der Anteil der Betroffenen auf 32 Prozent.

Von den insgesamt rund 20 Millionen betroffenen Passagieren haben über 700.000 ein Anrecht auf eine Entschädigung von bis zu 600 Euro, erklärte Airhelp weiter. Komme es vor Ort zu starken Verzögerungen beim Check-in, sollten betroffene Passagiere Belege sammeln und anschließend ihr Recht auf Entschädigung einfordern.

Die Höhe der Entschädigung berechnet sich dabei prinzipiell nach der Länge der Flugstrecke. Auch die tatsächliche Verspätungszeit am Ankunftsort und der Grund für die Verspätung spielen eine Rolle. Fluggäste können ihren Entschädigungsanspruch bis zu drei Jahre nach dem Flugtermin einfordern.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien

Der UN-Sicherheitsrat hat die Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien einstimmig verurteilt. Die Mitglieder des Sicherheitsrats verurteilten "aufs Schärfste die anhaltenden Angriffe (...), besonders jene, bei denen Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, verletzt wurden", hieß es am Freitag in einer Erklärung des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen.

Selenskyj: USA erlauben Ukraine Herstellung von Patriot-Abwehrraketen

Die USA haben der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj grünes Licht für die Produktion von eigenen Patriot-Luftabwehrraketen gegeben. "Bei unserem letzten Treffen hat Präsident Trump mir gegenüber gesagt, dass er eine endgültige Entscheidung getroffen hat: Die Ukraine wird Lizenzen für die Herstellung von Patriot-Raketen erhalten", sagte Selenskyj am Freitag in einer Sprachnachricht an Journalisten. Bei russischen Drohnenangriffen auf Kiew wurden unterdessen fünf Menschen getötet.

17 Cent weniger Steuern pro Liter: Neuer Tankrabatt kommt zum 1. Oktober

Tanken wird für spritpreisgebeutelte Autofahrer schon ab kommendem Donnerstag günstiger: Am Freitag gaben Bundestag und Bundesrat grünes Licht für den neuen Tankrabatt, der die Steuern auf Benzin und Diesel ab dem 1. Oktober um rund 17 Cent je Liter senkt. Die Regierungskoalition aus Union und SPD will Bürgerinnen und Bürgern so kurzfristig Entlastung verschaffen - doch an der Maßnahme gibt es auch viel Kritik.

Tankrabatt kommt zum 1. Oktober: Gesetz passiert Parlament

Der Tankrabatt zur Abfederung der hohen Spritpreise kann wie von der Bundesregierung geplant zum 1. Oktober kommen. Nach dem Bundestag passierte das Gesetz am Freitag auch den Bundesrat - die Länderkammer verzichtete darauf, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Zum 1. Oktober sollen damit die Steuern auf Benzin und Diesel um rund 17 Cent je Liter sinken.

Textgröße ändern: