Deutsche Tageszeitung - Anstieg der Importpreise auch im September auf höchstem Stand seit Jahrzehnten

Anstieg der Importpreise auch im September auf höchstem Stand seit Jahrzehnten


Anstieg der Importpreise auch im September auf höchstem Stand seit Jahrzehnten
Anstieg der Importpreise auch im September auf höchstem Stand seit Jahrzehnten / Foto: ©

Die Importpreise sind auch im September im Vorjahresvergleich so stark angestiegen wie seit der zweiten Ölkrise im Jahr 1981 nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, waren die Importpreise um 17,7 Prozent höher als im September 2020. Einen noch deutlicheren Anstieg im Vorjahresvergleich hatte es zuletzt im August 1981 mit plus 19,5 Prozent gegeben. Gegenüber dem Vormonat August 2021 legten die Importpreise im September um 1,3 Prozent zu.

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Der starke Preisanstieg bei den Importpreisen, der bereits in den Monaten zuvor den höchsten Stand seit rund vier Jahrzehnten erreicht hatte, ist nach Angaben des Bundesamtes vor allem auf die Entwicklung der Energiepreise zurückzuführen. Energieeinfuhren waren im September demnach mit einem Plus von 107,1 Prozent mehr als doppelt so teuer wie im September 2020.

Der hohe Anstieg im Vorjahresvergleich sei "insbesondere durch seit Juli 2020 stark gestiegene Preise für Erdgas begründet", führte das Bundesamt weiter aus. Die Erdgaspreise lagen demnach gar um 170,6 Prozent höher als im September 2020. Aber auch Erdöl war im Vorjahresvergleich mit plus 75,5 Prozent deutlich teurer. Außerdem lagen die Preise für importierte Steinkohle mit einem Plus von 135,7 Prozent nach Angaben der Statistiker "erheblich" über denen von September 2020.

Allerdings waren die Importpreise auch ohne Berücksichtigung der Energieeinfuhren mit 10,1 Prozent deutlich höher als im September 2020. Einen fast ebenso großen Einfluss auf die Entwicklung des Gesamteinfuhrpreisindex wie die der Energiepreise hatte laut Bundesamt die Entwicklung bei importierten Vorleistungsgütern - merklich teurer waren unter anderem Metalle, Kunststoffe und Holz.

Eine erhebliche Veränderung im Vorjahresvergleich gibt es indes auch bei den Exportpreisen: Sie lagen um 8,1 Prozent über dem Stand von September 2020. Eine größere Vorjahresveränderung hatte es hier laut Bundesamt zuletzt im Januar 1975 gegeben. Gegenüber dem Vormonat August 2021 stiegen die Exportpreise im Durchschnitt um 0,9 Prozent.

(N.Loginovsky--DTZ)

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