Deutsche Tageszeitung - Amazon vermeldet sinkende Gewinne wegen steigender Kosten

Amazon vermeldet sinkende Gewinne wegen steigender Kosten


Amazon vermeldet sinkende Gewinne wegen steigender Kosten
Amazon vermeldet sinkende Gewinne wegen steigender Kosten / Foto: ©

Der US-Versandhändler Amazon hat im dritten Quartal trotz steigender Umsätze weniger Gewinn gemacht. Der Umsatz stieg auf 110,8 Milliarden Dollar, während der Gewinn mit 3,2 Milliarden nur halb so hoch ausfiel, wie im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Als maßgebliche Gründe für diese Entwicklung gelten steigende Kosten für Personal und wegen fehlender Waren und Materialmangels.

Textgröße ändern:

Amazon hatte bislang stark vom veränderten Verbraucherverhalten wegen der Corona-Pandemie profitiert. Auch die Cloud-Computing-Sparte des Unternehmens wuchs zuletzt deutlich.

Der Tech-Konzern Apple konnte hingegen seinen Gewinn auf 20,5 Milliarden Dollar ausbauen, wie das Unternehmen ebenfalls am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz erreichte demnach mit 83,4 Milliarden Dollar eine neue Höchstmarke, blieb aber dennoch hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Der Kurs der Apple-Aktie gab daraufhin um drei Prozent nach.

Dem iPhone-Hersteller macht der globale Chipmangel besonders zu schaffen. Einem aktuellen Bericht zufolge wird Apple die Produktionsziele für sein neues iPhone wahrscheinlich verfehlen. Voraussichtlich wird es bis Jahresende nur 80 Millionen statt der geplanten 90 Millionen Geräte des neuen Modells iPhone 13 produzieren können.

Die drei weiteren Branchen-Größen Microsoft, die Google-Muttergesellschaft Alphabet und Facebook hatten diese Woche Quartalszahlen mit satten Gewinnen veröffentlicht.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

DIHK fordert "resiliente" Infrastruktur: Wasserstraßen besser an Niedrigwasser anpassen

Vor dem Spitzengespräch bei Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) zum Niedrigwasser hat die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) den Bund zum Handeln aufgefordert. "Wir brauchen jetzt eine verlässliche, resiliente Infrastruktur", sagte DIHK-Bereichsleiter Dirk Binding am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. "Hier ist der Bund gefragt: Er sollte seine Binnenwasserstraßen besser an Niedrigwasserphasen anpassen."

Extremes Niedrigwasser: Verkehrsminister Bilger lädt zu Spitzentreffen in Bonn

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) lädt wegen des extremen Niedrigwassers im Rhein und in weiteren deutschen Flüssen für Donnerstag (13.30 Uhr) zu einem Spitzengespräch nach Bonn. Teilnehmen werden Vertreter von Schifffahrt, Häfen und Wirtschaft. Bilger sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger" im Vorfeld: "Wir wollen die aktuelle Lage gemeinsam bewerten, kurzfristig dort handeln, wo Handlungsbedarf besteht. Gleichzeitig wollen wir die richtigen Schlussfolgerungen ziehe, um unsere Wasserstraßen widerstandsfähiger gegen zunehmende extreme Niedrigwasserereignisse zu machen."

Drohnen-Vorfall in Leipzig: Dobrindt sieht "neues Bedrohungsszenario"

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) spricht von einem "neuen Bedrohungsszenario": Der Fund einer Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen stellt die Sicherheitsbehörden in Deutschland vor eine Bewährungsprobe. Es sei seine Einschätzung, "dass wir es hier mit einem hybriden Anschlagsszenario zu tun haben", sagte Dobrindt am Mittwochabend am Flughafen Leipzig/Halle. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden übernahm gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Sachsen die Ermittlungen.

Weiter Widerstand in SPD gegen Aus für Rente ab 45 Versicherungsjahren

Das geplante Aus für die abschlagsfreie vorgezogene Rente für Menschen mit mindestens 45 Versicherungsjahren stößt in der SPD weiter auf Widerstand. Menschen, "die 45 Jahre gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt haben", von ihrer Lebensleistung profitieren, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies der "Neuen Osnabrücker Zeitung" laut Mitteilung vom Mittwoch. Weitere SPD-Politikerinnen und -Politiker äußerten sich ähnlich.

Textgröße ändern: