Deutsche Tageszeitung - Dax schließt nach Fed-Entscheid so hoch wie noch nie zuvor

Dax schließt nach Fed-Entscheid so hoch wie noch nie zuvor


Dax schließt nach Fed-Entscheid so hoch wie noch nie zuvor
Dax schließt nach Fed-Entscheid so hoch wie noch nie zuvor / Foto: ©

Beflügelt von der Fed-Entscheidung zum Zurückfahren ihrer Anleihekäufe hat der Deutsche Aktienindex (Dax) ein neues Allzeithoch erreicht. Das Börsenbarometer kletterte am Donnerstag zeitweilig auf 16.064,79 Punkte und schloss mit 16.029.65 Zählern erstmals oberhalb der 16.000-Punkte-Marke. Auch an den meisten anderen Handelsplätzen ging es aufwärts.

Textgröße ändern:

Grund war nach Angaben von Analysten die Entscheidung der US-Notenbank Fed vom Vorabend, die Anleihekäufe zwar zurückzufahren - dies aber in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung. Der Dax hatte seinen bisherigen Rekord Mitte August mit 16.030 Punkten erreicht.

Auch an anderen Börsenplätzen in Europa stiegen die Kurse. In Frankreich erreichte der Index CAC 40 kurz nach Handelsbeginn 6993,01 Punkte - höher stand das Börsenbarometer zuletzt vor 21 Jahren. In Japan hatte die Börsen zuvor 0,93 Prozent im Plus geschlossen, in Hongkong und Shanghai ging es bis Handelsschluss jeweils um 0,8 Prozent aufwärts.

Die Fed hatte am Mittwoch angekündigt, die Anleihekäufe im Umfang von derzeit 120 Milliarden Dollar pro Monat würden monatlich um 15 Milliarden gesenkt. Das Tempo könne aber in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklungen angepasst werden. Die Leitzinsen sollen erst dann angehoben werden, wenn es am US-Arbeitsmarkt wieder eine "maximale Beschäftigung" gibt. Bei niedrigen Zinsen lohnt sich die Geldanlage in Wertpapiere an der Börse eher.

Auch an der Börse in London wurden am Donnerstag Kursgewinne verzeichnet. Das britische Pfund gab gegenüber dem Dollar und dem Euro allerdings nach, nachdem die Bank of England bei ihrem Zinsentscheid am frühen Nachmittag den Leitzins unverändert auf dem Rekordtief von 0,1 Prozent belassen hatte. Auch das Anleihekaufprogramm der britischen Zentralbank zur Unterstützung der Wirtschaft bleibt vorerst unangetastet. Analysten hatten eine leichte Zinserhöhung erwartet.

Die britische Zentralbank betonte, eine Zinserhöhung sei wahrscheinlich "in den kommenden Monaten nötig", um die Inflationsrate dauerhaft in Richtung des Inflationsziels von zwei Prozent zu drücken. Die Bank of England erwartet einen Anstieg der Teuerung auf bis zu 5,0 Prozent im April. Danach soll die Inflationsrate wieder sinken.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Kritik an Abschaffung der "Rente mit 63" wird lauter - vor allem bei der SPD

Die Forderung der ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten nach einer Beibehaltung der abschlagsfreien Rente für langjährig Versicherte gewinnt an Unterstützung. Die SPD-Regierungschefinnen des Saarlands und Mecklenburg-Vorpommerns, Anke Rehlinger und Manuela Schwesig, erteilten der von der Rentenkommission vorgeschlagenen Abschaffung der so genannten "Rente mit 63" eine klare Absage. Auch Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte und weitere SPD-Politiker schlossen sich der Forderung an.

Amazon erstmals mehr als drei Billionen Dollar wert

Angetrieben von guten Quartalszahlen ist der Börsenwert von Amazon erstmals über die symbolische Marke von drei Billionen Dollar (rund 2,6 Billionen Euro) gestiegen. An der Wall Street legte der Aktienkurs des Versandhändlers am Montag zeitweise um knapp fünf Prozent auf rund 284 Dollar pro Anteilsschein zu - das entsprach einer Marktkapitalisierung von fast 3,1 Billionen Dollar.

Aussicht auf neue Iran-Gespräche: Kurse in Europa steigen - Dax auf Rekordhoch

Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, es werde neue Gespräche mit Iran geben, sind die Ölpreise gefallen und die Aktienkurse an Europas Börsen gestiegen. Der Deutsche Aktienindex (Dax) in Frankfurt am Main kletterte am Montag gegen 13.00 Uhr um rund 1,46 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 26.027,58 Punkten. Auch in Mailand und Paris stiegen die Kurse. In London stagnierte der Kurs.

Bericht: Preis für Deutschlandticket könnte ab 2027 auf 66,40 Euro steigen

Der Preis für das Deutschlandticket könnte laut Berechnungen des "Tagesspiegel" ab 2027 um 3,40 Euro steigen und dann 66,40 monatlich kosten. Grundlage für die Berechnung ist demnach der von der Verkehrsministerkonferenz beschlossene Preisindex - er besteht aus dem Kostenindex, in den Personal- und Energiekosten einfließen, sowie dem Wertfaktor. Damit wird ausgeglichen, dass die Zuschüsse von Bund und Ländern bei je 1,5 Milliarden Euro pro Jahr gedeckelt sind.

Textgröße ändern: