Deutsche Tageszeitung - Musks Twitter-Follower stimmen für Verkauf von Tesla-Aktien

Musks Twitter-Follower stimmen für Verkauf von Tesla-Aktien


Musks Twitter-Follower stimmen für Verkauf von Tesla-Aktien
Musks Twitter-Follower stimmen für Verkauf von Tesla-Aktien / Foto: ©

Tesla-Chef Elon Musk gehört zu den reichsten Menschen der Welt - Steuern muss er aber kaum bezahlen. Mitten in der Debatte über eine höhere Besteuerung von Superreichen in den USA hat Musk seine Twitter-Follower darüber abstimmen lassen, ob er Tesla-Aktien in Milliardenhöhe verkaufen soll und darauf dann wohl Steuern zahlen müsste. Eine Mehrheit stimmte dafür.

Textgröße ändern:

"In letzter Zeit wird viel über nicht realisierte Gewinne als Mittel zur Steuervermeidung gesprochen", schrieb Musk am Samstag im Kurzbotschaftendienst an seine knapp 63 Millionen Follower. Zugleich wies der Tesla-Gründer darauf hin, dass er weder ein Bargehalt noch Boni erhalte. Deshalb sei der Verkauf von Aktien für ihn die einzige Möglichkeit, steuerpflichtig zu werden. Daher schlage er vor, zehn Prozent seiner Tesla-Aktien zu verkaufen - und werde sich an das Ergebnis der Abstimmung halten, wie auch immer sie ausgehe.

Für den Verkauf stimmten 57,9 Prozent der Umfrageteilnehmer, wie aus dem am Sonntagabend auf Musks Twitter-Konto veröffentlichten Endergebnis hervorgeht. Die restlichen 42,1 Prozent stimmten dagegen. Insgesamt beteiligten sich aber nur rund 3,5 Millionen Follower an der Abstimmung.

Ein Verkauf von zehn Prozent der Anteile könnte Aktien im Wert von fast 21 Milliarden Dollar umfassen. Laut der US-Nachrichtenagentur Bloomberg besaß Musk Ende Juni etwa 17 Prozent der Tesla-Aktien im Wert von mehr als 208 Milliarden Dollar (180 Milliarden Euro).

Musk hat zuletzt massiv vom Wertzuwachs der Aktien profitiert. Anfang 2020 hatte der Aktienkurs noch bei rund 130 Dollar gelegen, am Freitag notierte der Tesla-Titel bei mehr als 1222 Dollar. Eine Besteuerung auf Aktiengewinne wird in der Regel nur fällig, wenn die Aktien verkauft werden.

Außerdem hält Musk noch Anteile an anderen Firmen, darunter das Startup Neuralink, das an Hirn-Computer-Schnittstellen arbeitet, und das Raumfahrtunternehmen SpaceX. Laut Bloomberg könnte sich Musks geschätztes Vermögen auf rund 338 Milliarden Dollar belaufen, was ihn zum reichsten Menschen der Welt machen würde.

Zugleich wird in den USA derzeit über eine höhere Besteuerung von Superreichen debattiert. Die Regierung von Präsident Joe Biden will mit den Einnahmen daraus ein billionenschweres Sozialpaket finanzieren.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Streit im Nürnberger Flughafen eskaliert: Elf Passagiere von Flug ausgeschlossen

In Nürnberg sind elf Passagiere von einem Flug ausgeschlossen worden, nachdem ein Streit auf dem Flughafen eskalierte. Wie das Polizeipräsidium in Nürnberg am Sonntag berichtete, gerieten am Freitagabend am Check-in-Schalter zwei Gruppen mit insgesamt etwa 20 Beteiligten in einen Streit um ihre Plätze in der Warteschlange.

Gedenktag: Mahnungen zu besserem Schutz für Sinti und Roma

Der Antiziganismusbeauftragte der Bundesregierung, Michael Brand, hat größere Anstrengungen zum Schutz von Sinti und Roma in Deutschland angemahnt. Der Umgang mit Minderheiten zeige, wie es um eine Demokratie bestellt sei, sagte Brand am Sonntag im Deutschlandfunk anlässlich des europäischen Holocaust-Gedenktages für Sinti und Roma. "Die Sinti und Roma sind Teil von Deutschland", hob der CDU-Politiker hervor.

"Mit KI erstellt": Neue EU-Regeln für Künstliche Intelligenz treten in Kraft

Am Sonntag treten neue EU-Regeln für Künstliche Intelligenz in Kraft. Zahlreiche mit KI generierte Inhalte müssen dann entsprechend gekennzeichnet werden. Die Vorgaben gelten für Bilder, Videos und Texte, die einem professionellen Zweck dienen, also zum Beispiel Werbung sowohl im Internet als auch auf Plakaten. Auch Influencer, die mit ihrem Content Geld verdienen, müssen sich an die Regeln halten. Wer KI-Bilder auf seinem privaten Profil veröffentlicht, muss hingegen nichts kennzeichnen.

Rund 300.000 Menschen ziehen bei Hamburger CSD-Demonstration durch die Stadt

Rund 300.000 Menschen sind am Samstag bei der Demonstration zum Christopher Street Day (CSD) in Hamburg durch die Stadt gezogen. Das teilten Polizei und Veranstalter am Nachmittag übereinstimmend mit. Beide sprachen von einem sehr friedlichen Verlauf der Großveranstaltung.

Textgröße ändern: