Deutsche Tageszeitung - Siemens verbucht deutlichen Gewinnrückgang im vergangenen Quartal

Siemens verbucht deutlichen Gewinnrückgang im vergangenen Quartal


Siemens verbucht deutlichen Gewinnrückgang im vergangenen Quartal
Siemens verbucht deutlichen Gewinnrückgang im vergangenen Quartal / Foto: ©

Die anhaltenden globalen Lieferprobleme haben auch dem Industriekonzern Siemens im vergangenen Quartal zugesetzt: Der Nettogewinn betrug zwischen Juli und September 1,3 Milliarden Euro, das war ein Rückgang um 29 Prozent verglichen mit dem Vorjahresquartal, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Siemens sprach von "herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch die Coronavirus-Pandemie" sowie "anhaltenden Risiken in der Versorgungskette", vor allem bei elektronischen Bauteilen und Rohmaterialien.

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Insgesamt habe das Unternehmen diese Herausforderungen aber "erfolgreich gemeistert", heißt es im aktuellen Geschäftsbericht. Die Nachfrage blieb stark - die Umsatzerlöse stiegen im vergangenen Quartal um zehn Prozent auf 17,4 Milliarden Euro, angetrieben durch ein Wachstum der Bereiche Digital Industries und Siemens Healthineers.

Der Konzern schließt mit dem vergangenen Quartal auch sein Geschäftsjahr ab und zog dafür eine positive Bilanz. "In einem herausfordernden Umfeld haben wir Marktanteile gewonnen und unsere Ergebnisprognose deutlich übertroffen", erklärte Konzernchef Roland Busch, der erst seit Februar dieses Jahres an der Spitze des Industrieriesen steht. Es seien "Zuwächse über alle vier Industriellen Geschäfte sowie alle Regionen hinweg" verzeichnet worden.

Den Gewinn nach Steuern steigerte Siemens im Geschäftsjahr 2020/2021 um 59 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Die Umsatzerlöse stiegen um 11,5 Prozent auf 62,3 Milliarden Euro. Aufsichtsrat und Vorstand schlagen demnach vor, die Dividende von 3,50 Euro im Vorjahr auf 4,00 Euro zu erhöhen.

Siemens rechnet damit, dass seine industriellen Geschäfte auch im Geschäftsjahr 2022 "weiter profitabel wachsen werden". Voraussetzung dafür sei aber ein gesundes Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts sowie, dass Herausforderungen durch die Pandemie und Engpässe in den Versorgungsketten "nachlassen werden".

(W.Budayev--DTZ)

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