Deutsche Tageszeitung - Bauwirtschaft fordert von Politik Corona-Maßnahmen "mit Augenmaß"

Bauwirtschaft fordert von Politik Corona-Maßnahmen "mit Augenmaß"


Bauwirtschaft fordert von Politik Corona-Maßnahmen "mit Augenmaß"
Bauwirtschaft fordert von Politik Corona-Maßnahmen "mit Augenmaß" / Foto: ©

Die deutsche Bauwirtschaft hat die Politik bei ihrem Kampf gegen die Corona-Pandemie zu praktikablen Regeln gedrängt. Der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, Marcus Nachbauer, erklärte am Donnerstag, die Branche unterstütze die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie grundsätzlich, denn ihr sei ein hohes Maß an Sicherheit für die Beschäftigten wichtig. "Aber wir fordern Maßnahmen mit Augenmaß."

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Was bei stationären Unternehmen funktioniere, nämlich die Kontrolle der Einhaltung der 3G-Regeln, sei bei einer nicht-stationären Branche wie der Bauwirtschaft "schier unmöglich". Die Branche sei mit den Testangeboten in den Unternehmen gut gefahren. "Daher fordern wir die Beibehaltung der bisherigen Maßnahmen."

Außerdem wäre es "einfacher", den Impfstatus der Beschäftigten abzufragen und dann nur noch die Ungeimpften zu kontrollieren, erklärte die Bundesvereinigung Bauwirtschaft. Das jedoch sei bislang nicht erlaubt. Unklar sei außerdem, was mit Beschäftigten passieren soll, die sich weder testen noch impfen lassen möchten. Der Bundestag müsse den Gesetzentwurf während der parlamentarischen Beratungen daher "entsprechend verbessern".

Der Bundestag hatte am Donnerstag das Gesetz für neue Corona-Maßnahmen auf den Weg gebracht. Der Entwurf von SPD, Grünen und FDP sieht vor, dass bestimmte Maßnahmen wie die Maskenpflicht und Abstandsgebote auch nach Auslaufen der epidemischen Lage von nationaler Tragweite weiter gelten. Die drei Ampel-Parteien wollen in den bevorstehenden parlamentarischen Beratungen zudem weitere Punkte einfügen - etwa die 3G-Regel am Arbeitsplatz.

(M.Dorokhin--DTZ)

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