Deutsche Tageszeitung - Johnson & Johnson teilt sich in zwei Unternehmen auf

Johnson & Johnson teilt sich in zwei Unternehmen auf


Johnson & Johnson teilt sich in zwei Unternehmen auf
Johnson & Johnson teilt sich in zwei Unternehmen auf / Foto: ©

Der US-Pharmariese Johnson & Johnson folgt dem aktuellen Trend zur Aufspaltung: Der Konzern kündigte am Freitag an, die Pharmasparte und die Konsumartikelsparte sollten künftig als eigenständige Unternehmen wirtschaften. Damit würden "zwei Weltmarktführer geschaffen, die besser aufgestellt sind, um Patienten und Verbrauchern bessere Ergebnisse durch Innovationen zu liefern". Der Aktienkurs stieg im vorbörslichen Handel um mehr als 3,5 Prozent.

Textgröße ändern:

Johnson & Johnson will die Aufspaltung in spätestens 24 Monaten abgeschlossen haben. Beide künftigen Unternehmen sollen an der Börse gelistet sein.

Die Pharmasparte produziert unter anderem einen Corona-Impfstoff. Im dritten Quartal machte Johnson & Johnson mit Medikamenten fast 20 Milliarden Dollar (17,5 Milliarden Euro) Umsatz. Die Konsumartikelsparte mit Produkten wie Pflaster (Band-Aid), Babypuder oder Hautpflege trug 3,7 Milliarden Dollar zum Umsatz bei. Im Konzern arbeiten 136.000 Menschen.

Vor wenigen Tagen erst hatte der traditionsreiche US-Industrieriese General Electric (GE) angekündigt, er spalte sich in drei separate Unternehmen auf; GE ist hoch verschuldet. Am Freitag gab auch der japanische Technologieriese Toshiba seine Aufspaltung in drei Teile bekannt; vor allem Anleger hatten darauf gedrungen, weil sie auf eine Wertsteigerung hoffen.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Verkaufsversuch gescheitert: Biontech schließt drei Standorte in Deutschland

Das Biotechnologieunternehmen Biontech hat die Schließung drei seiner Standorte in Deutschland bestätigt. "Trotz intensiver Bemühungen aller Beteiligten und eines breit angelegten Verkaufsprozesses ist es leider nicht gelungen, einen Kauf zu realisieren", erklärte der Konzern am Montag. Der Standort in Tübingen soll nach Unternehmensangaben zum Ende des Jahres 2027 schließen, jener in Marburg Anfang 2028 und der Standort in Idar-Oberstein Ende 2028.

Moskau stellt Russland-Geschäft von deutschem Handelskonzern Metro unter seine Verwaltung

Die russischen Behörden haben das Russland-Geschäft des deutschen Handelskonzerns Metro unter ihre Verwaltung gestellt. Sämtliche Vermögenswerte würden unter "temporäre Verwaltung" an das russische Unternehmen UK Torg RUS übertragen, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Dekret des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Moskau hatte zuletzt die Russland-Geschäfte mehrerer Konzerne unter russische Verwaltung gestellt, die aus Ländern stammen, die die Ukraine unterstützen.

Korruptionsprozess in Paris: Freiheitsstrafe für Ex-Ministerin Dati gefordert

Im Korruptionsprozess gegen die frühere französische Ministerin und Europaabgeordnete Rachida Dati hat die Anklage eine vierjährige Freiheitsstrafe gefordert. Die Finanzstaatsanwaltschaft forderte am Montag bei dem Prozess in Paris wegen illegaler Lobbyarbeit für die Autobauerallianz Renault-Nissan zudem ein fünfjähriges Ämterverbot für die prominente konservative Politikerin.

Iranische Anwältin Nasrin Sotudeh erhält Vaclav-Havel-Preis für Menschenrechte

Als erste Iranerin ist die Anwältin Nasrin Sotudeh mit dem Vaclav-Havel-Preis für Menschenrechte ausgezeichnet worden. Sotudeh, die sich gegen die Todesstrafe und gegen den Kopftuchzwang für Frauen im Iran einsetzt, erhielt den Preis für ihr Engagement "trotz wiederholter Verhaftungen, langer Haftstrafen und erheblicher persönlicher Risiken", begründete der Europarat am Montag in Straßburg seine Entscheidung. Die 63-jährige Anwältin brachte in einer Videobotschaft ihre Hoffnung auf "Freiheit" im Iran zum Ausdruck.

Textgröße ändern: